Chöre in der Kamener Innenstadt: Feierlicher Gesang gegen grauen Alltagstrott

dzOffenes Weihnachtsliedersingen

Grauen Himmel und schlechtem Wetter zum Trotz, singen der Chor „Die letzten Heuler“ und der Kammerchor in Kamens Innenstadt weihnachtliche Lieder. Viele Bürger stimmen mit ein.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 23.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Der Himmel ist grau und die Straßen nass, gerade hat es noch geregnet. Die Stimmung in der Kamener Innenstadt am Samstag vor Heiligabend ist alles andere als weihnachtlich. Das ändert sich aber schlagartig, als Reinhard Fehling am Vormittag mit rund 20 Sängern unter der Platane am Willy-Brandt-Platz auftaucht. Der gemischte Chor zieht die Passanten beim offenen Weihnachtsliedersingen in den Bann, die Stimmung steigt mit jedem neuen Lied.

„Das ist wirklich eine schöne Aktion“, findet Petra Ratauba. Eigentlich wollte sie nur ein paar Einkäufe erledigen, nun steht sie wie rund 30 weitere Passanten unter der Platane und lauscht dem Chor. Der besteht aus Sängern des Chors „Die letzten Heuler“ und des Kammerchors, beide werden von Reinhard Fehling geleitet. „Das Weihnachtssingen ist eine ganz ungezwungene Veranstaltung“, erklärt der Chorleiter, „Sänger, die Zeit und Lust haben, sind heute mit dabei.“

Petra Ratauba ist begeistert, solche Aktionen sollten viel öfter stattfinden, findet sie – und folgt natürlich auch der Aufforderung zum Mitsingen.

Damit der Spontanchor nicht a cappella singen muss, hat Fehling das Akkordeon dabei. Länger als eine halbe Stunde darf das Konzert bei diesen Temperaturen allerdings nicht dauern, so Fehling: „Sonst werden die Finger von der Kälte so steif, dass man einfach nicht mehr richtig in die Tasten greifen kann.“ Also schnell noch ein Lied, diesmal ein englisches.

Die siebenjährige Helena und ihr fünfjähriger Bruder Lennart singen ebenso lauthals mit. Auch zuhause würden sie singen erzählt Helena, dann aber allerdings mithilfe des Tablets. Aber auch ohne elektronische Hilfe sitzt zumindest schon mal der Refrain, auch die junge Familie hat das Weihnachtssingen zufällig entdeckt.

Ilka Dröter hat vom Weihnachtssingen in der Zeitung erfahren und direkt Freunden und Familie mitgeteilt. Nadine Schmidt und Sohn Moritz sind mit vielen weiteren Freunden dem Aufruf gefolgt. Auch sie ist von der Idee begeistert: „Das steigert die Vorfreude auf Weihnachten doch gewaltig!“

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