CDU verlangt Bericht über Schlägerei bei Einschulungsfeier

dzSchulausschuss des Stadtrats

Die Schlägerei bei der Einschulungsfeier an der Friedrich-Ebert-Schule wird auch ein politisches Thema. Der Schulausschuss des Stadtrats soll sich damit befassen. Das erklärt Ralf Eisenhardt (CDU)

04.09.2019, 15:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Prügelei bei der Einschulungsfeier an der Friedrich-Ebert-Schule erwartet CDU-Fraktionschef Ralf Eisenhardt einen Bericht im Schulausschuss des Kamener Stadtrats. Die Politik sei über den Vorfall zu informieren und der Vorfall sei auch „politisch aufzuarbeiten“, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Christdemokraten stellt sich angesichts des Gewaltausbruchs jetzt die Frage, wie die Stadt Kamen künftig mit Einschulungsfeiern umgehen wird. „Muss jetzt zu jeder Einschulungsfeier ein Sozialarbeiter dazu?“, erklärte Fraktionschef Eisenhardt auf Nachfrage dazu, was die CDU denn von der Stadtverwaltung – über die Medienberichterstattung hinaus – wissen will. Die Polizei ermittelt gegen acht mutmaßliche Beteiligte der Schlägerei, vier Kamenerinnen und vier Kamener im Alter von 29 bis 53 Jahren, wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Stadt Kamen verhängte ein Hausverbot gegen vier Personen, dem Vernehmen nach die Eltern von zwei i-Dötzen. Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) äußerte sich in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Schulleiterin und der Schulrätin bestürzt über den Vorfall.

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Verärgert zeigte sich der CDU-Fraktionschef Eisenhardt darüber, dass Bürgermeisterin und Schuldezernentin Kappen sowie Ausschussvorsitzender Joachim Eckardt (SPD) die für 17. September geplante Schulausschuss-Sitzung abgesagt haben, obwohl es als Tagesordnungspunkt einen Grünen-Antrag zum Thema Granulat auf Kunstrasenplätzen gegeben habe. Darüber hinaus gebe es neben dem Thema der Schlägerei noch weitere Themen zu besprechen: Baumaßnahmen in den Ferien, Fortschritt bei der digitalen Infrastruktur an den Schulen, die Sanierung der Umkleiden im Jahnstadion mit Fördergeld über 828.000 Euro, das Jubiläum „50 Jahre Gesamtschule“.

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Die Schulpolitiker des Stadtrats werden am 14. November wieder tagen. Mit der Absage der September-Sitzung wurde auch die zunächst für 21. November geplante Sitzung vorverlegt. Ausschussvorsitzender Eckardt verteidigte die Absage der Sitzung als angemessen. „Liebe Leute, die Sitzung lohnte sich noch nicht. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es mehr Sinn macht, später zu tagen, weil zum Beispiel zum Digitalpakt keine neueren Informationen vorliegen“, sagte er. Die Absage kommt vermutlich den teilnehmenden Schulleitern entgegen, weil die Zeit zwischen Sommer- und Herbstferien in diesem Schuljahr recht kurz ist und diese Zeit nun sitzungsfrei bleibt.

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