Casa Tua am Markt: Stammkunden haben Pizzeria durch die Corona-Zeit geholfen

dzGastronomie in Kamen

Das Herz schlägt für Neapel und das spiegelt sich in jeder Pizza wider: Die „Casa Tua“ am Markt in Kamen hat dank Corona auch einen neuen Geschäftszweig für sich entdeckt.

Kamen

, 13.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im 16. Jahr mittlerweile öffnet sich regelmäßig der Pizza-Ofen im kleinen, aber feinen Fachwerkbau am Markt 12 in Kamen. Im Ristorante Casa Tua bereiten Federico Bisci und sein Neffe Sascha Filler mit viel Liebe jede einzelne Pizza zu. Und die Pizzas gehen erst raus, wenn sie sprichwörtlich ein italienischer Hauch von Neapel geküsst hat.

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„Meine Großmutter kommt aus Neapel und das ist in unserem Lokal ganz klar zu sehen“, erklärt der 31-jährige Sascha Filler. Zusammen mit seinem Onkel serviert er vor allem Pizzen in allen Variationen nach neapolitanischer Art, Focaccia-Brot und frisch zubereitete Salate. „Das läuft am besten und das schmeckt den Gästen immer wieder.“

„Wir waren uns nach den Lockerungen nicht ganz sicher, ob das alles eigentlich gut geht.“

Sascha Filler, Ristorante Casa Tua

„Ihr Haus“ (Casa Tua) hat allerdings nach den Corona-Lockerungen erst seit dem 3. Juni geöffnet. Filler: „Wir waren uns nach den Lockerungen nicht ganz sicher, ob das alles eigentlich gut geht. Somit haben wir nach dem Corona-Shutdown zunächst eine Woche geschlossen und dann mit einem Lieferservice wieder begonnen.“

Federico Bisci heißt seine Gäste in der Casa Tua willkommen.

Federico Bisci heißt seine Gäste in der Casa Tua willkommen. © Marcel Drawe

Und der kommt – immer noch – bei den Kunden sehr gut an. „Es ist Wahnsinn. Unsere Stammkunden haben wöchentlich zwei, drei Bestellungen aufgegeben, weil sie uns einfach in dieser schweren Zeit unterstützen wollten. Dafür sind wir äußerst dankbar.“

In der Casa Tua am Markt in Kamen gibt es neapolitanische Küche in gemütlichem Ambiente.

In der Casa Tua gibt es neapolitanische Küche in gemütlichem Ambiente. © Marcel Drawe

Einen tollen Nebeneffekt hatte das auch: Bisci und Filler haben den Außer-Haus-Verkauf für sich als neues Geschäftsmodell entdeckt. In der kleinen Casa Tua wäre das im Normalbetrieb vermutlich gar nicht möglich gewesen, weil deswegen eigens das Lokal umgeräumt werden musste. „Corona hat uns dafür die Zeit gegeben“, ergänzt Sascha Filler.

Casa Tua

Sascha Filler bereitet die Tische für die Gäste vor. Die Hygieneregeln werden auch dabei eingehalten. © Marcel Drawe

Nunmehr läuft die Testphase, ob Restaurantbetrieb und Außer-Haus-Verkauf nebeneinander laufen können. Filler: „Wir haben eben nicht viel Platz und müssen hier und da improvisieren. Beim Außer-Haus-Verkauf sind viel Verpackungen notwendig und wir haben nur noch einen kleinen Raum übrig. Mal schauen, wie wir das am Ende umsetzen können.“

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Fest steht, dass Sascha Filler und Onkel Federico Bisci ihren Gästen seit über einer Woche schon das Gefühl geben, dass in der Casa Tua und der davor befindlichen Außen-Gastronomie wieder ein Stück Normalität eingezogen ist. An Sommerabenden schmeckt hier am Marktplatz die Pizza ganz besonders nach Neapel.

Gastronomie in Corona-Zeiten
  • Restaurants, Kneipen, Eisdielen dürfen wieder öffnen – aber unter strengen Auflagen.
  • Wir nehmen das zum Anlass, uns vor Ort ein Bild zu machen, wie der Betrieb in Corona-Zeiten läuft.
  • In loser Folge stellen wir unsere heimischen Lokale vor.
  • In der Casa Tua können Tische unter Tel. 02307/284704 reserviert werden.
  • Den Lieferservice gibt es zudem online auf der Homepage www.casatua-lieferservice.de.
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