Busfahrplan-Lücke für Pendler in Kamen wird dauerhaft geschlossen

dzArvato-Logistikzentrum

Mit dem Bus zur Arbeit – für die rund 1100 Mitarbeiter des neuen Arvato-Logistikzentrums soll das auch künftig kein Problem sein. Zusatzfahrten werden in den regulären Fahrplan aufgenommen.

Kamen

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Jeweils 20 bis 30 Menschen sitzen durchschnittlich in zusätzlichen Linienbussen, die das Arvato-Logistikzentrum an der Henry-Everling-Straße im Kamener Süden ansteuern. So erzählt es Andreas Feld von der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU). Die Zahlen sind der Beleg dafür, dass die am 7. Januar vorläufig eingeführten Zusatzfahrten auf der Linie R81 sehr gut angenommen werden.

Vorlaufbetrieb geht in den Regelbetrieb über

Der Erfolg des sogenannten Vorlaufbetriebs, der von Arvato, Stadt Kamen und Kreis Unna gemeinsam finanziert wird, veranlasst die Entscheidungsträger nun, die Zusatzfahrten dauerhaft in den Fahrplan aufzunehmen. Das heißt, dass der zusätzliche Busverkehr zu Beginn der Früh- und zum Ende der Spätschicht auch nach dem 8. Juli gewährleistet sein wird. Gemeint sind Busse, die um 5.53 Uhr und um 23.15 Uhr bei Arvato halten. Der Übergang in den Regelbetrieb bedeutet auch, dass die bisher provisorische Haltestelle „Arvato“ an der Henry-Everling-Straße im Liniennetz verankert wird.

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Fahrplaninfos

Mit dem Bus zur Arbeit

Die Zusatzfahrten auf der Linie R81 ermöglichen die Fahrt von „Bergkamen Busbahnhof“ bis direkt vor das Arvato-Gelände in Kamen binnen 25 Minuten. Von „Werne Stadthaus“ gelangen Pendler zum Beginn der Frühschicht innerhalb einer halben Stunde zu Arvato. Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der Servicezentrale „fahrtwind“ unter Telefon 08003/504030 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 01806/504030 (persönliche Fahrplanauskunft, kostenpflichtig) oder im Internet unter www.fahrtwind-online.de.

Lücke im Busfahrplan dauerhaft geschlossen

Der Vorlaufbetrieb war zunächst auf sechs Monate befristet gewesen, um den Bedarf unter realen Bedingungen zu ermitteln. Die Zusatzfahrten schlossen Lücken im Fahrplan, die den Mitarbeitern des erst im Herbst 2018 eröffneten Logistikzentrums den Weg zur Arbeit erschwert hatten. Die zielgerichteten Fahrten zum Schichtbeginn und zum Schichtende haben „von Beginn an hervorragende Akzeptanz geerntet“, so das Fazit.

Der Grund für den Erfolg sei das maßgeschneiderte Angebot, das nur durch die enge Zusammenarbeit mit Arvato auf die Beine gestellt werden konnte. „Die VKU war bereits zum Beginn der Personal-Akquise bestens eingebunden. Es wurden Fahrpläne und Schichtzeiten genau aufeinander abgestimmt und die Mitarbeiter auf das Angebot frühzeitig hingewiesen. Wir freuen uns über die große Entschlossenheit von allen Seiten, dieses Projekt zum Erfolg zu führen“, erklärt VKU-Mann Feld. Mit der Übernahme in den Regelbetrieb wird die Finanzierung der Zusatzfahrten alleinige kommunale Aufgabe.

Ein Beispiel, das Schule machen könnte

Das Beispiel aus Kamen könnte auch in anderen Gewerbegebieten Schule machen, sofern sich Arbeitgeber dort ebenso aufgeschlossen zeigen wie Arvato. Sabine Leiße (Kreis Unna, Planung und Mobilität), Karin Rose (WFG Unna) und Dr. Uwe Liedtke (Stadt Kamen) äußerten laut VKU die Hoffnung, dass es weitere vorbildliche Kooperationen gibt.

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