Bundespolizist ins Gesicht getreten: Kamener gefesselt zur Wache getragen

dz28-Jähriger in Haft

Zwei verletzte Einsatzkräfte der Bundespolizei sind das Ergebnis einer zunächst harmlosen Kontrolle im Dortmunder Hauptbahnhof. Der 28-jährige Kamener wird gefesselt zur Wache getragen.

Kamen

, 27.08.2019, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst bei der Kontrolle einen falschen Namen angegeben, später richtig ausgekeilt. Der 28-jährige Kamener, der Dienstagmorgen am Dortmunder Hauptbahnhof zwei Bundespolizisten verletzt, wehrt sich so sehr gegen die Festnahme, dass er zur Polizeiwache getragen werden muss. Gefesselt. Um weitere Straftaten zu verhindern, muss er eine Nacht hinter Gittern verbringen. Und muss sich in Kürze einem Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte stellen.

Kein Ausweis, nur ein falscher Name

Doch von Anfang an. Dienstagnacht, etwa 1.30 Uhr. Einsatzkräfte der Bundespolizei überprüfen zur frühen Stunde Passanten routinemäßig, darunter den 28-jährigen Mann aus Kamen. Weil er keinen Ausweis dabei hat und auch noch – wie die Beamten schnell feststellen – einen falschen Namen angibt, heißt es: Mitkommen zur Wache. Nachdem dort seine Identität geklärt werden kann, darf er wieder gehen - doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende: Denn nur zwanzig Minuten später tritt der Kamener wieder in Erscheinung. An einem Taxistand.

Angriff mit einem Schlag gegen den Oberkörper

Als die Einsatzkräfte der Polizei dorthin gerufen werden, weil drei Personen randalieren, treffen sie nicht nur auf ein aggressives Trio, sondern auch wieder auf den Kamener, der dazu gehört. Dieser schreit die Beamten sofort an – „verbal aggressiv“, wie es in der Meldung der Bundespolizei vom Dienstag heißt. Trotz mehrfacher Platzverweise habe der bereits polizeibekannte Mann die Örtlichkeit nicht verlassen. Als er daraufhin in Gewahrsam genommen werden soll, greift er einen Beamten mit einem Schlag gegen den Oberkörper an und verletzt ihn dadurch an der Schulter. Ein weiterer Bundespolizist greift ein, überwältigt den Mann und wird dabei mit einem Tritt ins Gesicht verletzt. Anschließend kann der 28-Jährige gefesselt werden. Da er sich der Mitnahme widersetzt, muss er später zur Wache getragen werden.

Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs

Gegen den 28-Jährigen wird nun ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Nacht verbrachte der Kamener im Polizeigewahrsam. Die beiden verletzten Bundespolizisten beendeten noch die Nachtschicht und begaben sich anschließend in ärztliche Behandlung.

Die Bundespolizeiinspektion Dortmund ist in den Städten Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Hagen, Mülheim, Bottrop, Herne und darüber hinaus in den Kreisen Recklinghausen, Ennepe-Ruhr, Unna, Märkischer Kreis und im Hochsauerlandkreis zuständig. Schwerpunkt ist die Überwachung von mehr als 2.300 Streckenkilometern mit 197 Bahnhöfen und Haltepunkte auf einer Fläche von 6.000 Quadratkilometern.

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