Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Brand vorgetäuscht, Feuerwehr belogen

dzMissbrauch von Notrufen

Eine Kamenerin behauptet, dass es in ihrer Küche brennen würde, und gibt sich noch als Frau ihres Nachbarn aus. Die Polizei kommt ihr auf die Schliche. Doch vor Gericht erscheint sie nicht.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 08.01.2019 / Lesedauer: 2 min

Im Sommer erfolgte ein Notruf bei der Feuerwehr und eine Frau behauptete, dass es in ihrer Wohnung brennen würde. Eine Lüge. Dem Missbrauch von Notrufen sollte nun ein Verfahren vor dem Amtsgericht Kamen folgen. Der Prozess scheiterte erneut.

In den frühen Morgenstunden des 20. August, so der Vorwurf, wählte die Kamenerin (33) die 112. Sie gab sich als Ehefrau ihres Nachbarn aus und erklärte, dass es einen Küchenbrand gebe, Rauch zu sehen sei und ihr Gatte aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage sei, die Wohnung zu verlassen. Daraufhin rückten Polizei und Feuerwehr aus, klingelten bei dem besagten Nachbarn und trafen auf einen verschlafenen und verdutzten Mann, der ihnen erklärte, dass es bei ihm weder einen Brand noch eine Ehefrau gebe.

Über die Telefonnummer geriet die Kamenerin dann in Verdacht, den falschen Notruf getätigt zu haben. Und tatsächlich kassierte die 33-Jährige schon in der Vergangenheit eine Geldstrafe, weil sie zu Unrecht behauptete, dass es in der Nachbarschaft brenne.

Bereits im Dezember sollte der erneute Missbrauch von Notrufen verhandelt werden. Die Angeklagte erschien allerdings nicht zum Prozess. Das Verfahren wurde ausgesetzt und der Richter ordnete die polizeiliche Vorführung zum nächsten Termin an. Am Dienstag sollte es nun einen neuen Anlauf geben und die Kamenerin vereinbarte mit einem Polizeibeamten, dass er sie morgens zum Gericht bringen sollte. Als der dann vor der Tür stand, fehlte von ihr allerdings jede Spur. Die Konsequenz: Es erging ein Haftbefehl.

Lesen Sie jetzt