Nachbarin steht nach Feuer in Mehrfamilienhaus unter Verdacht

dzBrand mit vier Verletzten

In einer dramatischen Rettungsaktion holte die Feuerwehr drei Frauen aus einem brennenden Haus in Kamen. Bei der Suche nach der Brandursache gerät eine Nachbarin ins Visier der Polizei.

Kamen

, 30.10.2020, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Flammen schlugen aus dem Fenster im zweiten Obergeschoss, der Fluchtweg durchs Treppenhaus war für einige Bewohner abgeschnitten. Der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass bei einem Wohnungsbrand am 20. Oktober alle Hausbewohner gerettet wurden. Darunter eine ältere Frau, die per Drehleiter aus dem Dachgeschoss aus ihrer brennenden Wohnung geholt wurde. Die Bilanz laut Polizei und Feuerwehr: hoher Sachschaden und vier Verletzte.

Polizei vermutet Brandstiftung

Bei der Suche nach der Brandursache ist die Polizei schnell vorangekommen, wie jetzt bekannt wurde. Die Suche konzentrierte sich auf die Wohnung im zweiten Obergeschoss, in dem das Feuer kurz vor 19 Uhr ausgebrochen war. Die Ermittler stießen auf Anhaltspunkte, dass das Feuer durch Menschenhand entstanden war.

Die Inhaberin der Wohnung geriet schnell unter Verdacht, etwas mit dem Brand zu tun zu haben. Sie steht unter dem dringenden Verdacht, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben, und wurde festgenommen. Wie genau die Frau vorging, wollte eine Polizeisprecherin unter Verweis auf ermittlungstaktischen Gründe nicht sagen.

Verdächtige ist psychisch auffällig

Die Verdächtige befindet sich auf richterliche Anordnung einstweilig in einer psychiatrischen Einrichtung. Diese Anordnung erfolgt laut Strafgesetzbuch zum Beispiel, wenn dringende Gründe für die Annahme vorhanden sind, dass jemand eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit begangen hat, und wenn die öffentliche Sicherheit dies erfordert. Der Fall ist juristisch als schwere Brandstiftung einzustufen. Im Fall einer Verurteilung droht mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe, in einem minderschweren Fall mindestens ein halbes Jahr Haft.

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Mehrere Hausbewohner haben durch das Feuer ihr Zuhause verloren. Eine Rückkehr wird erst nach einer Sanierung möglich sein, die noch Monate dauern kann.

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