Blumenladen-Inhaberin an verhafteten Einbrecher: „Hier gibt es nichts zu holen“

dzDortmunder verhaftet

Den Blumenladen „Frieden“ in Methler hätte der Einbrecher besser in Frieden gelassen. Denn auf frischer Tat wurde der 31-Jährige bemerkt und kurz darauf gestellt. So schildert die Inhaberin des Ladens den Fall.

Kamen, Methler

, 18.11.2019, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die stillen Tage machen sich bei „Blumen Frieden“ in Methler bemerkbar. Gestecke und anderer Grabschmuck sind in der Zeit zwischen dem Volkstrauertag und dem sogenannten Totensonntag gefragt. Ein 31-jähriger Dortmunder wollte das Blumengeschäft an der Robert-Koch-Straße 50 aber aus einem anderen Grund besuchen. In der Nacht zu Sonntag versuchte der mutmaßliche Einbrecher, durch eine Hoftür in den Laden einzudringen.

„Ich frage mich, wie er auf so eine Idee kommen konnte“, sagt Inhaberin Beate Frieden am Tag danach. „Hier gibt es nichts zu holen.“ Als die Floristin am Sonntagmorgen den Laden öffnete, erfuhr sie von Nachbarn, welche kriminellen Aktivitäten sie in der Nacht zuvor verpasst hatte.

Eine Hausbewohnerin hörte am frühen Sonntagmorgen knapp eine Stunde nach Mitternacht verdächtige Geräusche und bemerkte eine verdächtige Gestalt, die sich daran versuchte, mit einem Schraubendreher die Hoftür aufzuhebeln. Die Zeugin rief sofort die Polizei.

Verdächtiger in Husen festgenommen

Mehrere Streifenwagen machten sich auf die Suche nach dem Verdächtigen. Der Einbrecher hatte zwischenzeitlich von seinem Versuch abgelassen und war geflüchtet. Ob er von der Zeugin vertrieben wurde oder ob er von sich aus aufgab, ist offen. „Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung wurde der Tatverdächtige – auch dank der Täterbeschreibung – im benachbarten Dortmunder Stadtteil Husen angetroffen und festgenommen“, berichtete die Polizei am Montag.

Der 31-Jährige hatte zwei Schraubendreher dabei, als die Beamten ihn schnappten. Das mutmaßliche Tatwerkzeug wurde sichergestellt. Überzeugt vom dringenden Tatverdacht zeigte sich der Haftrichter, dem der Verdächtige vorgeführt wurde. Der einschlägig vorbestrafte Dortmunder sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Die Inhaberin des Blumenladens freut sich über die aufmerksamen Nachbarn und den Erfolg der Polizei. Glücklicherweise sei kein größerer Schaden entstanden. Der Einbrecher habe sich nicht besonders professionell angestellt. „Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass im Haus eingebrochen wurde“, sagt die 57-Jährige. Diesmal aber gelangt der mutmaßliche Dieb weder in den Laden noch in die Wohnung.

Blumen Frieden gibt es schon seit 29 Jahren in Methler. Inhaberin Beate Frieden hofft, dass Einbrecher ihr Geschäft künftig in Frieden lassen.

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