Blasrohrschießen: Pfeilschnell neue Mitglieder gewonnen

dzSportschützen Heeren-Werve

Bei den Sportschützen Heeren-Werve ist die Trendsportart Blasrohrschießen voll eingeschlagen. Zahlreiche Mitglieder haben die treffsicheren Sportler dadurch schon gewonnen.

von Niklas Mallitzky

Heeren-Werve

, 14.10.2019, 10:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während sich die Kartoffelfest-Besucher draußen mit Reibeplätzchen, Bratkartoffeln und Co. auseinander setzen, geht es bei den Sportschützen Heeren-Werve im Vereinsheim an der Westfälischen Straße sportlich zur Sache. Das Blasrohrschießen entwickelt sich immer mehr zu einer Trendsportart.

„Das Blasrohrschießen hat uns einige, neue Mitglieder beschert“, so Kunert. Insgesamt 71 Mitglieder sind Teil des Vereins, dazu kommen 21 Kinder und Jugendliche.

Blasrohrschießen: Pfeilschnell neue Mitglieder gewonnen

Maria Stübe, Erika Kunert, Markus Kluth und Stefanie Kunert lassen es brutzeln - natürlich dürfen beim Kartoffelfest auch leckere Kartoffelpuffer nicht fehlen. © Boyrs Sarad

Blasrohre haben kein Visier

Geschossen wird mit dem Blasrohr am Samstag auf fünf, sieben und zehn Meter Entfernung. Zu den fünf Rohren im Vereinsbesitz kommen weitere aus dem Privatbesitz einiger Schützen.

Ein Zielvisier haben die Blasrohre nicht, über das Trefferbild entscheidet einzig das Augenmaß. Und natürlich die Lungenkapazität. Wer regelmäßig trainiere, fördere Ausdauer und Lungenvolumen, erklärt der Geschäftsführer: „Außerdem wird der Sport Asthmapatienten empfohlen, weil hier das ruhige und gleichmäßige Atmen trainiert wird.“

Blasrohrschießen: Pfeilschnell neue Mitglieder gewonnen

Lea und Justin zielen mit Lasergewehren - die Sportschützen Heeren-Werve sind hochmodern ausgerüstet. © Boyrs Sarad

Auch mit dem Lasergewehr geübt

Ihre Zielgenauigkeit können die Besucher auch an der Lichtpunktanlage unter Beweis stellen. Über zehn Meter wird hier mit dem Lichtpunkt- oder umgangssprachlich Lasergewehr auf fünf Ziele angelegt. Mit der Anlage wollen die Schützen Kinder langsam an den Schießsport heranführen, erklärt Jugendleiterin Nicole Stermula: „Die Laseranlage dürfen Kinder bereits ab einem Alter von acht Jahren nutzen. Für das Luftgewehr müssen sie mindestens 12 Jahre alt sein.“

Bei Pia (12) und Leonie (13) ist die Rechnung aufgegangen. Beide haben mit dem Lichtpunktgewehr begonnen und sind mittlerweile zum Luftgewehr übergegangen. Für Pia, die bereits den ersten Platz bei einer Bezirksmeisterschaft im Lichtpunktschießen einheimsen konnte und im Bezirkskader des Kinder-Laser-Biathlon vertreten war, ist es eine Form der Entspannung, verrät sie: „Man muss sich konzentrieren und ganz ruhig bleiben.“ Leonie schießt bereits seit rund einem Jahr das Luftgewehr und konnte sich für die Landesmeisterschaft qualifizieren. „Das war das erste Mal, dass ich an Wettbewerben teilgenommen habe“, verrät sie. „Das macht mich natürlich stolz.“

Blasrohrschießen: Pfeilschnell neue Mitglieder gewonnen

Das Kartoffelfest der Sportschützen zog zahlreiche Besucher an - darunter auch den ehemaligen Bürgermeister Hermann Hupe (l.). © Borys P. Sarad

Bunt bemalte Pottsteine als Andenken

Neben der Laseranlage betreut die Vereinsjugend auch das Bemalen der sogenannten Pottsteine. Diese bunten Andenken können die Besucher mitnehmen und dann irgendwo, sei es in der Nachbarschaft oder im Urlaub, ablegen. Wer den Stein findet, tut dasselbe und lädt den Fundort am besten in der entsprechenden Facebook-Gruppe hoch. So können die Jugendlichen den Weg ihrer Steine verfolgen. Bereits um 17.15 Uhr ist draußen dann alles vertilgt, 95 Kilogramm Reibeplätzchenteig, sieben Kilogramm Bratkartoffeln und 200 Würstchen haben den Weg in die Mägen der Besucher gefunden. „Wir besorgen zwar jedes Jahr mehr von allem“, so Stermula. „Aber übrig war bisher noch nie etwas.“

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Zum siebten Mal das Kartoffelfest veranstaltet

Bereits auf dem Parkplatz des Vereinsheims der Sportschützen Heeren Werve lag der Duft in der Luft, der Köstliches verspricht. Zum siebten Mal veranstaltete der Verein das jährliche Kartoffelfest unter dem Motto „Futtern wie bei Muttern“, auch in diesem Jahr wieder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. „Wir haben insgesamt rund 500 Besucher auf dem Gelände“, schätzte Geschäftsführer Günter Kunert. „Da wird es zeitweise schon mal eng im Vereinsheim.“

Mit dem Seniorenwohnprojekt Laureos Residenz Heeren Werve“ haben die Schützen vor einiger Zeit neue Nachbarn bekommen. Die Schützen haben sich gut mit ihren Nachbarn arrangiert, meint Kunert: „Wir haben schon viele, neue Freundschaften geschlossen.“ Und diese Freunde besuchen die Schützen natürlich auch auf dem Kartoffelfest.

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