Technopark Kamen kommt bisher ohne Corona-Kündigungen aus

dzWirtschaft in Kamen

Für den Technopark Kamen lief es im vergangenen Jahr gut, richtig gut. Die Einnahmen waren höher als gedacht. Und dann kam Corona. Die Geschäftsführerin versprüht vorsichtigen Optimismus.

Kamen

, 23.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir hatten einen Verlust von nur 22.000 Euro statt der geplanten 150.000 Euro. Das ist ein hervorragendes Ergebnis“, sagt Ingelore Peppmeier, Beigeordnete, Wirtschaftsförderin – und Geschäftsführerin des Technoparks.

Was diesen betrifft, sei man auf einem guten Weg, sagt sie über das Gründer- und Technologiezentrums im Herzen Kamens. Der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr ist sehr zufriedenstellend. Dank der hohen Erlöse – etwa aus Mieteinnahmen und Nutzungen im Veranstaltungsbereich – muss die Stadt deutlich weniger als Jahresfehlbetrag zahlen als zunächst gedacht.

Mit Blick auf die andauernde Corona-Krise könnte man nun aber freilich befürchten, dass dieser steile Weg nach oben plötzlich an einer Klippe endet, hinter der es nach unten geht.

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Doch danach sieht es nicht aus. Zwar sind einige Einnahmen für die Veranstaltungsräume weggebrochen, aber zumindest scheinen sich die Unternehmen noch einigermaßen über Wasser halten zu können – Peppmeier sind zumindest keine Corona-bedingten Kündigungen im Technopark bekannt. Dort arbeiten derzeit rund 800 Menschen.

Der Technopark Kamen wird in den nächsten Jahren wachsen

Das ist eine gute Nachricht. Doch zu sagen, dass die Unternehmen im Technopark und das Zentrum selbst die Krise gut überstanden haben, dazu ist es noch zu früh. Ein solches Fazit würde Peppmeier nur ganz ganz vorsichtig ziehen wollen. „Wir müssen gucken, wie das nachklingt und nachwirkt. Das muss man abwarten.“

Die Zeichen dafür, dass es weiter bergauf geht, stehen aber zumindest gut, denn der Technopark wächst und wandelt sich.

Es enstehen neue Gebäude, die Firma Sabura steht kurz vor einer Erweiterung. Und dabei soll es nicht bleiben. „Es gibt eine gute Nachfrage für Grundstücke, über die alle verhandelt wird. Mit Entwicklungen darf in den nächsten zwei, drei Jahren gerechnet werden.“

Schnellere Entwicklungen gibt es da im digitalen Bereich. Laut Peppmeier arbeiten derzeit viele Mitarbeiter im Homeoffice, weshalb Konferenzen und Workshops auf digitalen Wegen stattfinden. Die Räume im Technopark werden dafür derzeit nicht mehr gebucht.

Schnellere Bandbreite für digitale Konferenzen im Technopark Kamen

Dass jetzt viele Unternehmer – nicht nur in Kamen – bemerken, dass es auch ohne persönliches Treffen gut klappen kann, liegt auf der Hand. Doch statt zu befürchten, dass künftig weniger Konferenzen und Workshops vor Ort abgehalten werden, stattet man dort die Räumlichkeiten mit einer besseren Bandbreite aus, nachdem auch die technischen Medien auf den neusten Stand gebracht worden sind. So kann man von dort aus bequem digitale Videokonferenzen einleiten.

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Und auch sonst stellt sich das Zentrum moderner auf. Die neue, aufgehübschte Internetseite geht in diesen Tagen online und auch in den Sozialen Medien will man mehr mitmischen, um über aktuelle Entwicklungen und aktuelle Stellenausschreibungen zu informieren, kündigt Peppmeier an – die übrigens in der jüngsten Ratssitzung von der Politik für ihr Engagement gelobt wurde. Sie will sich nicht von ihrem Kurs abbringen lassen. Und der scheint nur eine Richtung zu kennen: Oben.

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