„Kamm In“: Bis April im „Einfraubetrieb“, dann schließt der Friseursalon endgültig

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Über zehn Jahre frisierten Susanne Klockenhoff und ihre Mitarbeiterinnen Kunden im Salon „Kamm In“. Nun ist Schluss. Der Eigentümer sucht einen Nachmieter und spielt mit dem Gedanken, umzubauen.

Kamen

, 30.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besonders Frauen tun sich oft schwer mit der Wahl nach dem perfekten Friseur. Ist einmal eine gute Kraft gefunden, lassen sie gerne nur noch diese Person an ihr Haar. Stammkunden des Friseursalons „Kamm In“ in der Kamener Innenstadt steht jetzt aber eine Neuorientierung bevor. Denn der Salon schließt Ende März und läuft schon jetzt nur noch auf Sparflamme. Die Lichter in dem Salon bleiben an manchen Tagen aus.

„Die Kunden wissen alle Bescheid“, sagt Susanne Klockenhoff. Die Friseurmeisterin hat ihre zwei Mitarbeiterinnen bereits gehen lassen, sie haben schon eine neue Stelle. Bis zur endgültigen Schließung arbeitet Klockenhoff alleine und das auch nur noch nach Termin. Die Nummer des Salons wird in Kürze abgeschaltet. Klockenhoff ist dann nur noch über ihr Handy für Stammkunden zu erreichen.

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Gründe für die Schließung seien die Lage und fehlendes Personal. Es gebe keinen Nachwuchs mehr, sagt die Friseurmeisterin. Außerdem sei der Raum für die drei Frauen zu groß. Ob Klockenhoff irgendwo ein neues Geschäft eröffnet und wie es für sie weitergeht, weiß sie noch nicht genau. Und noch ist ja auch Zeit.

Vermieter spielt mit dem Gedanken, eine Wohnung aus dem Salon zu machen

„Ich habe keine Lust auf Leerstand.“ Ulrich Eckey, Eigentümer

Bis zum 31. März sind die Räume gemietet, danach wird ein neuer Mieter einziehen. Zumindest wenn es nach Eigentümer Ulrich Eckey geht. Er sucht schon nach einem Nachmieter. Auf einem kleinen Zettel an der Schaufensterscheibe steht, dass der Raum ab dem 1. April zu vermieten ist.

„Es gab schon viele Interessenten“, sagt Eckey. Eine Zusage hat er aber noch nicht bekommen. Er überlege, den Laden und den danebenliegenden Geschäftsraum in eine Wohnung umzubauen, wenn er die Genehmigung dafür bekommt. „Ich habe keine Lust auf Leerstand“, sagt Eckey. Über dem Geschäftsraum befinden sich ebenfalls Wohnungen. Es wäre dann ein einfaches Mehrfamilienhaus in zentraler Lage.

Doch Eckey hat sich noch nicht entschieden und nimmt Anfragen von Interessenten gerne entgegen. Der Raum ist groß und es gibt darin zwei Toiletten. „Da kann jeder mit einer Geschäftsidee rein“, sagt Eckey, der via ulricheckey@gmail.com zu erreichen ist.

Der Friseursalon Haarkonzept am Kamener Markt hat geschlossen. Der Nachmieter wird wieder ein Friseur sein. Wann er einzieht ist noch nicht klar.

Der Friseursalon Haarkonzept am Kamener Markt hat geschlossen. Der Nachmieter wird wieder ein Friseur sein. Wann er einzieht ist noch nicht klar. © Claudia Pott

Für den Friseur am Markt gibt es schon einen Nachfolger

Der Salon „Kamm In“ ist nicht der einzige Friseur, der schließt. Auch die Scheiben des Ladens „Haarkonzept“ am Markt sind mit Papier beklebt. An der Scheibe hängt ebenfalls ein Zettel mit einer Nummer. Der Eigentümer ist jedoch schon einen Schritt weiter als Ulrich Eckey.

Vermieter Mirko Töpfer kündigt an, dass dort wieder ein Friseur einziehen wird. „Es gibt einen Interessenten, mit dem wir in Verhandlungen sind“, so Töpfer. Vorher müsse sichergestellt sein, dass ein Meisterbrief vorliegt. Wann der neue Friseur am Markt einzieht, weiß Töpfer allerdings noch nicht.

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Auf dem Markt wird es künftig weiterhin zwei Friseursalons geben. Auch an anderer Stelle in der Innenstadt und in den anderen Stadtteilen gibt es noch zahlreiche Geschäfte, in denen die Kamener ihre Haare waschen, schneiden und frisieren lassen können.

Die Stammkunden von „Kamm In“ müssen in Zukunft also nicht mit wilder Mähne vor die Tür treten. Und dennoch wird der ein oder andere der Schließung Ende März sicherlich wehmütig entgegenblicken.

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