Natur in Kamen

Bilder eines Gartens: „Keinen dazu gekriegt, ihn verwildern zu lassen“

Flockenblumen, Seifenkraut, Fingerhut. Die Vielfalt in Karl-Heinz Kühnapfels Garten ist groß. Unsere Bildergalerie zeigt eine Auswahl der Gewächse und gibt noch einige interessante Infos dazu.
Karl-Heinz Kühnapfel in seinem Garten, in dem auch Obstbäume stehen wie diese Feige.
Karl-Heinz Kühnapfel in seinem Garten, in dem auch Obstbäume stehen wie diese Feige. Sein Garten ist ein Vorbild, wie man mehr für Umweltschutz und Insektenschutz tun kann. © Stefan Milk

Wilder Dost ist die beste Schmetterlingspflanze, die es gibt. Das sagt Karl-Heinz Kühnapfel, Ornithologe und Naturschützer aus Kamen. Wie sieht die Pflanze aus, die in seinem Garten wächst? Und wie all die anderen? Kühnapfel nahm unsere Redaktion mit auf einen Spaziergang durch sein kleines Naturparadies in Methler, wo viele einheimische Stauden und Gewächse zu finden sind. Die Bilder unserer Redaktion zeigen eine kleine Auswahl – und geben noch ein paar Infos dazu.

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Klimawandel und der naturnahe Garten

Einmal ein Stück Garten sich selbst überlassen

„Einmal ein Stück Garten sich selbst überlassen, einmal nicht düngen“, das wäre der Wunsch des 83-jährigen Naturfreunds auch für viele andere Gärten. Er weiß, dass das nicht so kommen wird. „Das habe ich in all den Jahren nicht erreicht. Ich habe fast keinen dazu gekriegt habe, den Garten verwildern zu lassen.“, sagt er und deutet auf das orange blühende, zarte Habichtskraut. „Das wird von vielen als Unkraut erachtet. Wo der Garten sauber ist, gibt es das nicht.“

Egal ob Seifenkraut, Gilbweiderich, Flockenblume, Skabiose, Moschusmalve, Prachtnelke und Fingerhüte. All sie blühen in dem Garten, der gar nicht so viel Pflege benötigt. Denn die Stängel der Stauden bleiben stehen, auch wenn sie verblüht sind und werden frühestens im Februar gekappt. „Denn dort leben viele kleine Larven der Insekten.“ Und die, die wollen wir ja eigentlich wieder haben.

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