Betrug an der Scannerkasse – Frauenduo schämt sich im Amtsgericht

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 09.07.2019, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Immer wieder haben es die Strafrichter im Amtsgericht Kamen mit Diebstählen an der Selbstscannerkasse bei IKEA in Kamen zu tun. Doch der Fall, den es jetzt zu verhandeln gab, unterschied sich in einem entscheidenden Punkt von den üblichen Prozesses: Ehrlichkeit. Die beiden 23 Jahre alten Frauen aus Schmallenberg hatten sich am 8. Dezember vergangenen Jahres in das Möbelhaus begeben, um für ihre künftige WG einzukaufen. Mit mehr als 70 Teile landeten in ihrem Wagen. Schließlich stellten sie sich an der Selbstscannerkasse an. Aus einer spontanen Idee heraus, so die beiden Angeklagten, hätten sie 15 Artikel zum Gesamtpreis von 221 Euro nicht in die Kasse eingegeben. Mehr als 500 hätten sie für den Rest bezahlt. Ihr Vorgehen war von Mitarbeitern beobachtet worden. Die beiden Frauen gaben sofort zu, einen Teil ihres Einkaufs nicht eingescannt zu haben. „Das war total bescheuert von uns. Eine total doofe Idee. Ich hab mich so geschämt“, erklärte eine Angeklagte. Die zweite Frau konnte sich dem nur anschließen.

„Ausnahmsweise“, wie der Richter betonte, stellte er die Verfahren gegen die nicht vorbestraften 23-Jährigen vorläufig ein.

Spüren, dass sie etwas falsch gemacht haben, sollen sie aber trotzdem. Und so müssen die Angeklagte mit einem Minijob 400 Euro und die voll beschäftigte Mitangeklagte 800 Euro als Auflage zahlen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Dortmunder verhaftet

Blumenladen-Inhaberin an verhafteten Einbrecher: „Hier gibt es nichts zu holen“

Hellweger Anzeiger Ex-Verfassungsschutzpräsident

Hans-Georg Maaßen kommt zu Diskussion mit Merkel-Kritikern nach Kamen

Hellweger Anzeiger Konzert

Chorgemeinschaft zeigt, wie aktuell Haydns „Schöpfung“ nach über 200 Jahren noch ist

Meistgelesen