Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bestürzung über tragischen Badeunfall in Minden

Austauschschüler aus Kamen

Ein tragischer Badeunfall löst auch in Kamen und Bergkamen Bestürzung aus. Ein Austauschschüler aus Kamen, der in der Weser abgetrieben wurde, wird trotz intensiver Suche nicht gefunden.

Kamen

10.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Bestürzung über tragischen Badeunfall in Minden

Vermisstensuche: Ein Taucher der Feuerwehr sucht an einer seichten Stelle der Weser nahe der Mindener Schiffsmühle nach dem 18-Jährigen. Seine Kameraden sichern ihn bei der Arbeit mit einer Leine. © Polizei

Ein tragischer Badeunfall löst Entsetzen und Bestürzung auch in Kamen aus. Der 18-jährige Austauschschüler, der am Freitag in Minden beim Schwimmen in der Weser abgetrieben war, gilt seither als vermisst. Der junge Mann, der seit etwa einem Jahr eine Schule in Kamen besucht und am weltweiten Jugendaustauschprogramm von Rotary International teilnimmt, war Teilnehmer eines Zeltlagers zum Abschluss seines einjährigen Aufenthaltes in Kamen und Bergkamen. Er war in Höhe eines Mindener Rudervereins zum Schwimmen ins Wasser gegangen und dabei abgetrieben. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen gelang es nicht, den Mann aus dem Wasser zu retten. „Wir sind bestürzt, dass der junge Erwachsene vermisst wird und stehen im engen Austausch mit den Behörden vor Ort“, so Nadine Dusberger von Rotary International, das ein weltweit umspannendes Austauschprogramm organisiert.

Rettungsschwimmer und Polizeihubschrauber

Bei der Suche am Freitag kam nicht nur ein Rettungsschwimmer zum Einsatz, sondern man forderte auch einen Polizeihubschrauber aus Dortmund an, der das Gebiet großräumig absuchte. Zudem hielten die Besatzungen mehrerer Boote vom Wasser aus Ausschau nach dem Vermissten. Während der intensiven Suchmaßnahmen waren neben Kräften der Polizei auch zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz. Zur Betreuung der Jugendlichen waren zudem mehrere Notfallseelsorger hinzugezogen worden. Wegen eines Gewitters bei Einbruch der Dunkelheit brachen die Einsatzkräfte die Suche ab.

Am Samstag wurde die Suche fortgesetzt - erfolglos. Gegen 8 Uhr am Morgen machten sich die rund 70 Einsatzkräfte erneut für die Suche fertig. Abermals wurden die Uferbereiche zwischen Minden und Petershagen von Land aus in Augenschein genommen. Zudem versuchten unter anderem zwei Sonarboote der Feuerwehr einen Hinweis auf den Verbleib zu erlangen. Kräfte der Feuerwehr überprüften außerdem ein Wehr in Petershagen sowie eine Pumpstation in Minden.

Taucher suchten seichte Uferbereiche ab

Die Besatzung eines Polizeihubschraubers aus Düsseldorf flog am Samstagmorgen im Suchgebiet über die Weser, um aus der Luft Ausschau zu halten. Am Nachmittag unterstützten zusätzlich noch zwei Suchhunde der Polizei. „Da die speziell ausgebildeten Tiere im Bereich zwischen der Mindener Glacisbrücke und einem Wassersportverein an mehreren Stellen Nahe des Ufers Witterung aufnahmen, suchten Taucher der Feuerwehr Petershagen diese akribisch ab“, heißt es im Bericht der Polizei.

Letztlich blieben alle Anstrengungen der Einsatzkräfte ohne den erhofften Erfolg. Nach rund neunstündiger intensiver Suche wurden die Maßnahmen am Samstagnachmittag eingestellt. Sollten sich in den kommenden Tagen neue Anhaltspunkte ergeben, so heißt es, werde die Suche wieder aufgenommen.

Lesen Sie jetzt