Bestohlen, geschlagen, getreten: Brutaler Überfall endet vor Gericht

dzAngriff in Dezembernacht

Prozessauftakt nach einem brutalen Angriff an einem Silvestermorgen. Ein Kamener soll sich an einem Überfall und brutalen Angriff beteiligt haben. Doch er beteuert seine Unschuld.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 20.11.2018, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor nahezu zwei Jahren soll sich ein Kamener an einem Überfall und brutalen Angriff auf einen Bekannten beteiligt haben. Vor dem Unnaer Schöffengericht beteuert der 33-Jährige nun jedoch seine Unschuld.

Einer der Täter, ein gesondert verfolgter Mann aus Kamen, so die Anklage, verabredete sich am frühen Silvestermorgen 2016 im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße mit dem Opfer. Als der junge Mann vor Ort ankam, wurde er vom Rad gezerrt, geschlagen und getreten. Er erlitt eine Nasenbeinfraktur und einen Fingerbruch. Sein Handy, etwa 150 Euro Bargeld und eine E-Zigarette wurden ihm geraubt. Ein denkbar schlechtes Jahresende.

Ein weiterer Angreifer dieser Dezembernacht soll der 33-Jährige aus Kamen sein. Er soll an dem Raub und der Attacke beteiligt gewesen sein. Ein Vorwurf, den er nun, als sein Prozess in Unna begann, energisch in Abrede stellte. Er habe sich mit dem gesondert verfolgten Kumpel getroffen und sei auch vor Ort gewesen, als der auf den Anderen eingehauen habe. Aber: Als er das gesehen habe, sei er abgehauen. Sofort. „Ich habe ihn nicht geschlagen. Ehrlich. Ich bin weggegangen, weil ich nicht in Schwierigkeiten geraten wollte.“ Warum der Kumpel etwas anderes behaupte und das Opfer angab, er sei dabei gewesen, wisse er nicht.

Tatsächlich konnte das Opfer im Zeugenstand nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass auch der Kamener auf ihn einschlug und eintrat. Er sprach von vier Männern, die in der Dunkelheit auf ihn einstürmten. Der Angeklagte erklärte, sie seien insgesamt zu dritt gewesen – der Geschädigte, der Angeklagte und der gesondert Verfolgte. Auch betonte der Geschädigte, dass er sich das Ganze nicht erklären könne. Der Beschuldigte gab indes an, dass es im Vorfeld zwischen den beiden anderen Männern Ärger wegen Schulden gegeben habe.

Eine dritte Version lieferte der gesondert Verfolgte in seiner eigenen Verhandlung. Laut Protokoll behauptete er, dass sich der Angeklagte sehr wohl an der Tat beteiligt habe. Da er trotz Ladung nicht erschien, wird der Prozess in der kommenden fortgesetzt. Zu dem Termin soll er polizeilich vorgeführt werden.

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