Bestechender Hansemarkt: Ein Wespenstich auf Zehntausend und eine Bildergalerie mit Feuerball

dzZufrieden Bilanz gezogen

Etwa zehntausend Besucher und nur ein Negativerlebnis: Ein Wespenstich, den das DRK versorgte. Die Bilanz des Hansemarkts fällt gut aus. Eine Erweiterung erscheint im Bereich des Möglichen.

Kamen

, 09.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreisende Feuerbälle, rasselnde Ritterrüstungen, emsige Handwerker, schnatternde Gänse. Der Hansemarkt war trotz durchwachsenen Wetters ein Erfolg. Etwa 10.000 Besucher an beiden Tagen strömten auf den Alten Markt, wie Jörg Höning von der Stadt Kamen überschlagen hat. Der Organisator aus dem Kulturamt ist mit dem Festverlauf zufrieden. Unerwartete Vorkommnisse? „Nur ein Wespenstich“, meldet er nach Rücksprache mit dem DRK, das den Rettungsdienst sichergestellt hat.

Bestechender Hansemarkt: Ein Wespenstich auf Zehntausend und eine Bildergalerie mit Feuerball

Ein großer Feuerball explodiert vor der Bühne. Aber die Akteurin der Gruppe Funkenspiel hat alles im Griff. © Janecke

Besonders der zweite Tag war publikumsträchtig

In Kombination dem dem verkaufsoffenen Sonntag der Händler erwies sich besonders der zweite Markttag als publikumsträchtig. Unter dem Strich war der Zuspruch aber etwas geringer als im Vorjahr. Das erklärt Höning vor allem mit dem Wetter. „Auch wenn es nur einen großen Schauer gegeben hat. Die Unsicherheit, wie sich das Wetter entwickelt, war manchem offenbar zu groß.“ Am Samstag war der Alte Markt bis nach 21 Uhr gut gefüllt, als die Feuershow des Ruhrgebiets-Ensembles „Funkenspiel“ startete. Die beiden Akteure ließen Feuerkörbe kreisen, spuckten Feuer und ließen die Funken tanzen.

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So schön war es auf dem Hansemarkt

Die ersten Trommelwirbel sind verklungen und auch der erste Applaus für Bagetelli und die anderen Schausteller! Bauchtanz hat es gegeben und viele andere Einlagen mit Pauken und Trompeten..., verzeihung, Dudelsack und Pauken!
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Bauchtanz auf dem Alten Markt mit mittelalterlichem Charme. Der Hansemarkt entzückte.© Stefan Milk
Habs Hermann Damm (r.) und Franz-Josef Berheimer vom Heimatverein Wulfen zeigen Tristan (8) und Jonathan (5), wie Flachs gehechelt wird,© Stefan Milk Stefan Milk
Alles in trockenen Tüchern beim Hansemarkt. Nur manchmal regnete es.© Stefan Milk
Mit dem Dudelsack beim Hansemarkt den Ton getroffen, auch wenn es wild aussieht.© Stefan Milk
Kerzenzieher Gundolf Blake-Roth erklärt Dana (4) und Mona (6) sein Handwerk.© Stefan Milk Stefan Milk
Bagatelli kann alles in der Luft halten. Als Jongleur kann er sogar Sackkarren auf dem Kinn balancieren.© Stefan Milk
Im Mittelalter war es immer wichtig, gefüllte Becher zu haben. Bagatelli jongliert auch mit leeren.© Stefan Milk
Bagatelli ist 62 Jahre alt, aber schwingt die Dinge, wie ein junger Mann.© Stefan Milk
Horst Klischat fertigt mit der Dekupersäge feine Holzarbeiten an.© Stefan Milk Stefan Milk
Der Dudelsack und der Hansemarkt. Sie gehören wohl untrennbar zusammen. © Stefan Milk
Auch seltene Nutztierrassen waren zu sehen, darunter Hühner, Gänse und Schafe.© Stefan Milk
Die Tiere kamen gut an - wie man deutlich sieht.© Stefan Milk
Funkenflug ohne Ende. Eine spektakuläre Schau der Gruppe Funkenspiel am Samstag Abend auf dem Alten Markt in Kamen.© Janecke
Nur nicht den Mund verbrennen und bloß nicht nachmachen: Der Feuerspucker nahm den Mund nicht zu voll, als er eine tolle Show versprach.© Janecke
Impressionen von einer feurigen Show. Die Gruppe Funkenspiel.© Janecke
Funkenspiel - hier sieht man, warum das Ensemble so heißt.© Janecke
Feuerkugeln, die an rotierenden Ketten aufleuchten. Die Funkenflug-Show der Gruppe Funkenspiel war ein Hingucker.© Janecke
Ein großer Feuerball explodiert vor der Bühne. Aber die Akteurin hat alles im Griff.© Janecke
Ein Duett mit tanzenden Funken. Es gab viel Applaus für die Funkenflieger.© Janecke
Buchstäblich große Ausstrahlung. Nicht nur wegen des Feuers.© Janecke

Das sind die Stärken des Hansemarkts

Höning, der immer wieder auf dem Markt unterwegs war, ließ das Geschehen zeitweise einfach nur auf sich wirken. „Wenn man sich an den Rand gestellt hat und einmal in Ruhe geguckt hat, was los ist, hat man aus jeder Ecke ein Handwerksgeräusch gehört oder ein Kinderlachen.“ Das sei es auch, was den Hansemarkt so besonders mache: Das Familiäre, die schöne Atmosphäre und dass es nicht so eng sei, dass man durch die Reihen einfach nur durchgeschoben werde. Weniger das Stadtfest in Unna, das ein anderes Publikum angesprochen hat, als die Kirmes in Lünen habe für Konkurrenz gesorgt.

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Bewerbungen für den Hansemarkt kommen von selbst

Ob der Hansemarkt, der von Jahr zu Jahr mehr Schausteller lockt, weiter auf die Fußgängerzone ausgeweitet werden kann, sei eine Überlegung wert, so Höning, vor allem, um auch zum verkaufsoffenen Sonntag einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. Über eine mögliche Erweiterung entscheide aber allein die organisierende Agentur „Schöne Märkte“. „Man muss sehen, ob das zusammenpasst. Manchmal ist mehr nicht mehr, sondern kann auch weniger sein.“ Laut Agentur „Schöne Märkte“ interessieren sich immer mehr Händler für den Hansemarkt. Musste man früher noch werben, kommen die Bewerbungen nun von ganz allein.

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