Beschwerden und Fragen bei der Stadt: Ein Thema polarisiert die Kamener besonders

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Kamener können sich mittlerweile auch digital bei ihrer Verwaltung beschweren oder Anregungen geben. Die Möglichkeit wurde schon häufig genutzt – vor allem für ein Thema brennen die Kamener.

Kamen

, 24.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sicherheit in Kamens Innenstadt ist ein viel diskutiertes Thema. Doch allzu brennend scheinen sich die Kamener dann doch nicht dafür zu interessieren – das könnte man zumindest meinen, wenn man sich die Auswertung des Bürgerdialogs ansieht, den die Verwaltung Ende vergangenen Jahres eingerichtet hat. Dahinter verbirgt sich eine Webseite über die Kamener Lob, Anregungen, Ideen, aber auch Beschwerden loswerden können.

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Es gibt verschiedene Arten, mit der Verwaltung in den Dialog zu treten, die unkomplizierteste ist sicherlich das Online-Formular. Darin trägt man seine Daten, eine Nachricht und wenn gewünscht noch ein Foto ein. Und schon ist die Idee oder die Beschwerde auf dem Weg ins Rathaus. Freilich kann man auch einfach anrufen, die App der Stadt nutzen oder persönlich zum Rathaus gehen – das war zumindest vor der Corona-Pandemie problemlos möglich.

Bei der letzten Ratssitzung präsentierte die Verwaltung eine Auswertung des Bürgerdialogs, aus der hervorgeht, welche Themen die Bürger besonders interessieren.

„Verkehr/Straßenschäden“ war das Top-Thema der letzten Monate

Während die telefonischen Anträge nicht dokumentiert sind, weil diese auch mal im laufenden Geschäft abgehandelt werden, wie Stadtsprecher Peter Büttner erklärt, zeigen die Anfragen, die die Stadt per Mail, das Formular oder die App erreicht haben, deutliche Tendenzen. Demnach interessieren Themen wie Corona (29 Meldungen), Müll (27), Sicherheit (24) und die Arbeit der Verwaltung selbst (19) mäßig.

Der Nordring in Kamen wurde komplett saniert und neu gestaltet. Das hat gedauert, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Nordring in Kamen wurde komplett saniert und neu gestaltet. Das hat gedauert, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. © Carsten Janecke

Da in der Ratssitzung allerdings nur Anfragen bis zum 24. August vorgestellt wurden, ist davon auszugehen, dass die Corona-Anfragen danach stark zugenommen haben. Das bestätigte auch Büttner. Der Ordnungsdienst ist derzeit viel mehr mit Anfragen beschäftigt – vor allem zu Privatfeiern.

Nur relativ wenig Anfragen gab es zu den Themen Eichenprozessionsspinner (9) Straßenreinigung (6), Wirtschaftsförderung (5) und Wochenmarkt (2). Das Thema, für das die Kamener besonders brennen, ist der Punkt „Verkehr/Straßenschäden“. Insgesamt haben sich 82 Menschen mit Anregungen oder Beschwerden über die Kamener Straßen gemeldet. Insgesamt haben sich 296 auf digitalem Weg gemeldet, 66 Anfragen sind unter „Sonstiges“ gelistet.

Zwei Straßen interessierten die Kamener Bürger besonders

Besonders interessiert waren die Kamener laut Büttner am Nordring, der nach seiner aufwendigen Sanierung mittlerweile wieder freigegeben ist – und an der Westfälischen Straße.

Dort wurden einerseits Straßenschäden beklagt, aber auch der Umstand, dass viele Senioren aus der Pflegeeinrichtung gegenüber die Straße lieber an einer gefährlichen Stelle querten anstatt den Umweg über eine sichere Querungshilfe zu nehmen. Auch das Problem ist längst gelöst: Es gibt dort nun einen Zebrastreifen.

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Wer Fragen an die Verwaltung hat oder Ideen kann sich weiter über das Ideen- und Beschwerdemanagement an die Stadt wenden – über das Online-Formular per Mail an buergerdialog@stadt-kamen.de oder auch telefonisch an Tel. (02307) 148 1303. Auch die Sprechstunde der Bürgermeisterin ist eine Möglichkeit. Die monatlichen Termine in den einzelnen Stadtteilen sind auf der Homepage der Stadt zu finden.

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