Beschwerde über Edelkirchenhof: Ortsheimatpfleger gehen noch einen Schritt weiter

dzGrünflächen in Kamen

Nach einer Beschwerde über den Zustand des Edelkirchenhofes in Kamen, meldet sich Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß zu Wort. Er sieht in der Fläche viel Potenzial und erinnert an früher.

Kamen

, 18.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Stadtnah und an der Einkaufsmeile liegende Grünflächen haben einen besonderen Wert als Erholungsflächen und als gestalterische Flächen“, sagt Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß. Er kann verstehen, dass manch ein Anwohner des Edelkirchenhofes nicht glücklich über dessen Zustand ist.

Einer von ihnen ist Karl-Georg Oertel, der das jüngst zum Ausdruck brachte. Besonders die ungepflasterten Wege, die seiner Meinung nach bei Regen zum Problem für Rollatoren oder Kinderwagen werden, sind Oertel ein Dorn im Auge. Er will, dass sich etwas bewegt.

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Und da sind er und Stoltefuß einer Meinung. Der Ortsheimatpfleger geht sogar noch einen Schritt weiter. Er findet, dass der zentrale Park viel Potenzial in sich birgt und man ihn neu gestalten sollte. Wenn es nach Stoltefuß ginge im Rahmen einer gesamten Altstadt-Neugestaltung, für die er mit der Bürgerinitiative „Rettet die Altstadt“ schon länger kämpft.

Edelkirchenhof in Kamen war einst ein Erholungspark

Konkrete Vorschläge mag Stoltefuß noch nicht machen, doch er erinnert daran, wie die Anlage einmal ausgesehen hat. Der Edelkirchenhof sei im Jahr 1926 als stadtnaher Erholungspark entstanden. Geschaffen habe ihn Gustav Reich – als eine repräsentative, lichte Gartenanlage inmitten der Stadt, die den Bürgern als Erholungsort dienen sollte. Die Hecken waren geometrisch angelegt. Reich ließ hier 100 Pappeln pflanzen“, führt Stoltefuß aus.

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Später seien die gestalterischen Elemente entfernt worden, wie bei vielen anderen Anlagen auch. Die Fläche wurde neu bepflanzt und mittlerweile ist ein kleiner Wald entstanden.

Die großen Bäume sind auch die Ursache für den manchmal nicht so sauberen Zustand von Wegen und Bänken. Die Stadt pflege die Grünfläche jedoch regelmäßig, versicherte Büttner kürzlich. Dass die Stadt nicht plant, die Wege in der Anlage zu asphaltieren, hängt ebenfalls mit der Bepflanzung zusammen.

Die Bäume seien so alt, dass Arbeiten die Wurzeln der Bäume beschädigen würden, erklärte Büttner.

Bürgerinitiative hat eine Idee für den Edelkirchenhof in Kamen

„Das Alte kann man nicht mehr herstellen, das ist klar“, sagt Stoltefuß mit Blick auf den alten Baumbestand. Auch wenn Reich damals nicht geplant hatte, dass dort ein Wäldchen entsteht. Doch Veränderungen wünschen sich die Ortsheimatpfleger trotzdem. Sie „könnten sich eine grüne Achse in Verlängerung der Adenauerstraße vorstellen“, so Stoltefuß.

Doch erst einmal müsste ein Konzept für die Altstadt her. Zeit dafür wird nach den Kommunalwahlen nun sicher sein. Und schließlich haben einige Parteien der Ortsheimatpfleger auch schon ihre Unterstützung zugesagt.

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