Bei Perthes scheidet der Vorstandsvorsitzende aus: Abschied von Pfarrer Rüdiger Schuch

dzNeues Amt

Abschied von Rüdiger Schuch als Chef der Perthes-Stiftung in Kamens Pauluskirche: Der Pfarrer, der die diakonische Einrichtung über sechs Jahre leitete, übernimmt zum Jahreswechsel ein neues Amt.

Kamen

, 30.12.2019, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der evangelische Pfarrer Rüdiger Schuch gibt sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung in Münster auf - und wird in Kamen am Donnerstag, 30. Januar, verabschiedet. Vor Ort ist die Stiftung etwa durch das Pertheszentrum, das Haus Mühlbach, das Pröbstinghaus sowie durch die Martin-Luther-King-Werkstatt in Südkamen bekannt, deren Träger sie ist.

Neuer Beauftragter der drei Landeskirchen

Schuch wird neuer Beauftragter der drei Landeskirchen in NRW. Wie die rheinische Kirche jüngst mitteilte, beginnt er diese Tätigkeit Anfang des neuen Jahres. Schuch tritt die Nachfolge von Kirchenrat Thomas Weckelmann an, der seit 2013 das gemeinsame Düsseldorfer Büro von rheinischer, westfälischer und lippischer Kirche geleitet hatte.

Der Festgottesdienst in Kamen beginnt an dem Donnerstag um 9.30 Uhr in der Pauluskirche. Die Predigt hält die ehemalige Superintendentin Annette Muhr-Nelson, die jetzt das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der westfälischen Landeskirche in Dortmund leitet. Daran schließt sich der Empfang in der Stadthalle Kamen an. Eigentlich war auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach angekündigt. Der kommt nun offenbach nicht - in der jetzt versendeten Einladungskarte wird der prominente Politiker nicht genannt.

Als Gemeindepfarrer in Hagen und Iserlohn

Schuch ist seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung, jener diakonischen Einrichtung, die auch in Kamen einige Angebote für Menschen im Alter und mit Behinderungen vorhält. Regional sind rund 4400 Mitarbeiter für die Stiftung in verschiedenen Bereichen aktiv.

Schuch, in Dortmund geboren, verheiratet und Vater von zwei Kindern, studierte Theologie in Bochum, Tübingen und Wuppertal. Er war unter anderem Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und Vikar in Wuppertal und Ahaus. Als Gemeindepfarrer arbeitete er in Hagen und in Iserlohn. Von 2006 bis 2013 stand er als Superintendent an der Spitze des Evangelischen Kirchenkreises Hamm.

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Beim Neujahrsempfang Probleme benannt

Beim Neujahrsempfang im vorigen Jahr benannte er Probleme deutlich. „Sorge bereitet uns der Kräfte- und Fachkräftemangel“, sagte er. „Wir sind in der Not gezwungen, auf zum Teil teure Leiharbeitsfirmen zurückzugreifen.“ Zudem greife man auch auf Kräfte aus dem Ausland zurück, „aber verantwortungsvoll“, wie Schuch betonte, denn auch in den Herkunftsländern dieser Menschen solle kein Mangel an diesen Fachkräften entstehen. „Das ist aber kein Problem, das nur auf die Perthes-Stiftung zutrifft“, ordnete Schuch an dem Tag in Kamen ein. Der Mangel an Fachkräften, besonders im Pflegebereich, wird bekanntlich an vielen Stellen beklagt.

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