Ärger über Dauerbaustelle an Dortmunder Allee: Gewerbetreibende am Buschweg werden unruhig

dzBaustelle

Die Baustelle an der Borsigstraße beschäftigt die GSW länger als erwartet. Zeitweise kommt es zum Baustillstand. Die Gewerbetreibenden am Buschweg klagen über schlechte Erreichbarkeit.

Kamen

, 14.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gewerbetreibenden am Buschweg sind unruhig, weil eine Baustelle der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen die Erreichbarkeit des eh schon schlecht angebundenen Gewerbegebiets noch schlechter macht. „Wir haben hier seit Wochen keine vernünftige Zufahrt“, lautet die Kritik. Die Arbeiten, die im April an der benachbarten Borsigstraße starteten, sollten eigentlich nach vier Wochen abgeschlossen sein, wie es die Stadtwerke zunächst vor Ort angekündigt hatten.

Die Arbeiten an der Borsigstraße, Einmündung Dortmunder Allee, waren aufwendiger als geplant. Die Stadtwerke habe dort Leitungen ihres Gasnetzes erneuert.

Die Arbeiten an der Borsigstraße, Einmündung Dortmunder Allee, waren aufwendiger als geplant. Die Stadtwerke habe dort Leitungen ihres Gasnetzes erneuert. © Marcel Drawe

Über zwei Monate länger als angekündigt

Doch statt Abschluss der Arbeiten in Kalenderwoche 19 (8. Mai) habe man nun schon Kalenderwoche 29 (13. Juli) erreicht, eine Verzögerung von ca. zweieinhalb Monaten. „Nicht nur, dass unsere Lieferanten und Kunden die schlecht ausgewiesene Umleitungsroute nicht finden und hier immer wieder Fragen entstehen. Nein, auch der erhebliche Zeitaufwand meiner Mitarbeiter nimmt mittlerweile beträchtliche Ausmaße an“, heißt es in einem Schreiben der Gewerbetreibenden an die GSW.

Zusätzliche Aufschachtung an Dortmunder Allee notwendig

Die GSW, die dort einen Teil ihres Gasrohrnetzes erneuern, haben sich bei den Gewerbetreibenden bereits schriftlich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. „Es gab ein unerwartetes Hindernis“, berichtet unter anderem GSW-Sprecherin Anna Lootze. Erst nach dem Öffnen der Baugrube habe man, so heißt es bei den GSW, feststellen können, dass zusätzliche Aufschachtungen im Einmündungsbereich zur Dortmunder Allee erforderlich wurden. Das Loch für die Erdarbeiten wurde damit größer als geplant. Damit verbundene verkehrsrechtliche Anträge zur Aufstellung einer Baustellen-Ampel an der Dortmunder Allee hätten zu unerwarteten Verzögerungen und Baustillstand geführt.

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Neue Gasrohre auf etwa 200 Meter Länge

Ein Ende des Baustellen-Verdrusses ist nunmehr aber in Sicht. Die provisorische Ampelanlage, so Lootze, soll bereits am Mittwoch abgebaut werden. Die Arbeiten werden vermutlich zum Ende der Woche abgeschlossen. Auf einer Länge von 200 Metern sind neue Rohre für das Gasnetz verlegt worden. Zehn Haushalte bzw. Firmen wurden dort auf das neue Netz umgebunden.

Die Gewerbetreibenden am Buschweg leben seit ca. zwei Jahrzehnten mit der Einschränkung, dass die Gewerbefläche nicht so angebunden ist, wie ursprünglich geplant. Eigentlich sollten sie längst über die Südkamener Spange einen direkten Zuweg zur Dortmunder Allee haben. Auch dieses Warten könnte ein Ende haben, falls die Südkamener Spange in ca. drei Jahren fertig ist.

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