Baustelle verschärft Situation „Auf dem Spiek“

dzWestring-Umbau

Die Baustelle auf der Kreuzung Nordring/Stormstraße verschärft die Verkehrssituation „Auf dem Spiek“ weiter. Die Anwohner sehen schon fast keinen Sinn mehr in Protesten.

Kamen

, 02.09.2019, 11:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Volker Volkhausen klingt schon ein wenig resigniert, wenn er auf den Verkehr auf der Straße „Auf dem Spiek“ angesprochen wird. Der Anwohner, der schon seit Jahren dafür kämpft, dass es auf der Straße ruhiger wird, mag sich schon gar nicht mehr darüber aufregen, dass sie zurzeit auch noch zur Durchgangsstraße geworden ist.

Wohnstraßen als Umfahrung für Baustelle

Seit die Einmündung der Stormstraße auf den Westring wegen der Nordring-Sanierung gesperrt ist, rollt der gesamte Verkehr, der aus Bergkamen über die Stormstraße in Richtung Hochstraße und Nordring rollt über die engen Wohnstraßen Waterkamp und Bergkamener Straße auf den Spiek. An der Ampel mit dem Westring staut sich der Verkehr zu bestimmten Zeiten zurück bis weit hinter die Kreuzung „Auf dem Spiek/Bergkamener Straße“.

Die Rechts-vor-Links-Regelung, die dort eigentlich für eine Verkehrsberuhigung sorgen soll, führt zurzeit zu einer Vergrößerung des Chaos. Wenn von allen vier Seiten Fahrzeuge kommen, geht dort oft nichts mehr.

Ampelphase ist gleich geblieben

Hinzu kommt, dass zumindest gefühlt die Ampelphase der Baustellenampel an der Kreuzung mit dem Westring eine längere Rotphase hat als die regulären Ampel. Das ist allerdings nach Angaben von Peter Büttner, Pressesprecher der Stadt Kamen, nicht der Fall. „Die Baustellenampel hat die identischen Ampelphasen wie die fest installierte Ampel vorher hatte“, sagt er. Verlängert wurden sie wegen des höheren Verkehrsaufkommens jedoch nicht.

Stormstraße bis höchsten Ende September gesperrt

Büttner tröstet Anwohner und Autofahrer damit, dass der Zustand nur noch von kurzer Dauer sein soll: Mitte bis Ende September sollen die Arbeiten auf der Stormstraße beendet sein.

Der Verkehr, der aus Richtung Bergkamen und dem Teil von Kamen, der außerhalb des Rings liegt, in Richtung Innenstadt wird aber weiter zu einem großen Teil durch den Spiek rollen. Auch beim Umbau des Westrings ist nicht daran gedacht, dort wieder die Möglichkeit einzurichten, nach links in die Kämertorstraße abzubiegen, sagt Büttner.

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Für Volkhausen ist die Straße ohnehin durch den innerstädtischen Verkehr schon zu stark belastet – ohne dass auch noch Durchgangsverkehr hinzukommt. Die Straße erschließe unter anderen mit der Blumensiedlung einen viel zu großen Teil der Stadt, kritisiert er. Trotz Rechts-vor-Links-Regelung und Tempo 30 fühlen sich die Anwohner allein gelassen. „Hier kontrolliert doch nie jemand“, sagt Volkhausen.

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