Neuer Luisenpark für Heeren: Bau des „Traumparks“ steht kurz bevor

dzStadtteilpark in Kamen

Die Pläne für den neuen Luisenpark in Heeren-Werve sind vielversprechend. Im Stadtteilpark könnte es sogar einen Hühnerstall geben. Und mittlerweile steht auch fest, wann es losgehen wird.

Kamen

, 10.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Park mit Hühnerstall, Hochbeeten, Insekten- und Bienenhäuschen, Spielgeräten und Bereichen zum Entspannen – was klingt wie ein Traum wird jetzt in Heeren-Werve verwirklicht. Dass dort Bürgerträume wahr werden, liegt wohl auch daran, dass vorher ausgiebig mit den Heerenern darüber gesprochen wurde, was sie sich für den Park, der jetzt noch teils verwildert wirkt, wünschen.

Nicht nur ältere Mitbürger, sondern auch Kinder aus der Kita Herz-Jesu brachten ihre Wünsche für die Grünfläche ein. Der Park soll ein Zuhause für Alt und Jung sein, wie bei der Präsentation der Pläne Ende des vergangenen Jahres deutlich gemacht wurde.

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Den Schritt des Planens hat man aber längst hinter sich gelassen, kam jetzt das Signal aus dem Rathaus. Tatsächlich ist die Ausschreibungsphase bereits beendet. „Erfolgreich“, wie Sprecher Rüdiger Büscher sagt. Drei Anbieter haben demnach ihre Angebot eingereicht. Sie werden geprüft, dann folgt die Auftragsvergabe.

Danach soll es schon losgehen. Sobald der Bauzeitplan mit der beauftragten Firma aufgestellt ist, kann der Bau, der etwa 240.000 Euro kostet und zum Teil aus Städtebaufördermitteln finanziert wird, starten. Das soll so bald wie möglich passieren – also möglicherweise noch in diesem Monat.

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Neuer Luisenpark für Heeren-Werve

Der Luisenpark auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Königsborn II/V in Heeren-Werve soll umgestaltet werden. So sieht der Vorentwurf für die Neugestaltung aus.
13.11.2019
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Aus einer Präsentation der Stadt Kamen geht hervor, wie der Luisenpark in Heeren-Werve neu gestaltet werden soll. Vorschläge von Bürgern, auch von Kindern aus der Kita Herz Jesu, flossen ein.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Das Parkgelände liegt nördlich der Nikolaus-Otto-Straße und soll modernisiert werden.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Die Bäume im Luisenpark sollen bei der Neugestaltung erhalten bleiben.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Diese Bilder zeigen, wie es bislang im Park aussieht.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Rasen und als wild beschriebene Geholzflächen charakterisieren den Park heute.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Bei einer Ideenwerkstatt wurden 2018 Vorschläge für den Park gesammelt.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Bei einer Bürgerversammlung am 12. November wurde der Vorentwurf für die Park-Neugestaltung präsentiert.© Peter Büttner
Rund 40 Besucher kamen zur Bürgerversammlung. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv.© Peter Büttner
So sieht das Wegenetz im Luisenpark künftig aus.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
So stellen sich die Planer den Park künftig vor.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Der östliche Teil des Parkgeländes laut Vor-Entwurf.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Der westliche Teil des Parkgeländes laut Vor-Entwurf.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen
Auf den kleinen Fotos sind Gestaltungselemente für den Park zu erkennen.© Müller und Tegtmeier/Stadt Kamen

Der neue Luisenpark in Heeren-Werve soll attraktiv sein und sicher

Die Grünfläche wird sich dann nach und nach in ein kleines Paradies verwandeln, das nicht nur viele Möglichkeiten zur Beschäftigung bietet, sondern auch Sicherheit. Das war ebenfalls Thema bei der Veröffentlichung der Pläne. Denn zur Aufenthaltsqualität gehört freilich auch das Gefühl, dort sicher zu sein. Dafür sorgen soll der Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern sowie zusätzliche Parkleuchten.

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Das hatten sich seinerzeit auch Heeren-Werver bei einer Bürgerversammlung Ende 2019 gewünscht. Und nicht erst da war das Interesse an der Aufwertung der Fläche an der Nikolaus-Otto-Straße groß. Bereits Mitte 2018 gab es eine Ideenwerkstatt, an der sich zahlreiche Kamener beteiligt hatten.

Das ist nun schon eine Weile her, aber der Wunsch nach einem so besonderen Park dürfte seitdem nicht geschwunden sein – denn gerade jetzt erlebt der Trend hin zur Natur einen neuen Aufschwung. Die Menschen halten sich gerne draußen auf, schwingen sich aufs Fahrrad oder gehen spazieren. Und wenn man das mit einem Blick ins Hühnerhaus – das übrigens nur gebaut wird, wenn sich ein Kooperationspartner findet, der es unterhält – oder mit einem Abstecher zum Hochbeet verbinden kann, macht es doch gleich viel mehr Spaß. Und das alles gerät nun in Sichtweite.

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