Baumbestattung und höhere Friedhofsgebühren in Kamen

dzKatholischer Friedhof in Methler

Auf höhere Gebühren müssen sich Menschen einstellen, die den katholischen Friedhof in Methler nutzen. Wahrscheinlich kommt bald auch eine neue Bestattungsform hinzu.

Kamen

, 18.10.2018, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer den katholischen Friedhof in Methler nutzt, muss sich in naher Zukunft auf höhere Gebühren einstellen. „Wir müssen den Friedhof langfristig bewirtschaften können“, sagt Pfarrer Bernhard Nake, Leiter des Pastoralverbundes Kamen-Kaiserau. Im Blick hat er dabei besonders die Ruhezeiten von 30 Jahren, also diejenige Zeitspanne zwischen der Beisetzung eines Verstorbenen und der Neubesetzung eines Grabes.

„Wir müssen immer 30 Jahre nach vorne gucken“, so Nake, der Friedhof soll auch nach Jahrzehnten noch ansehnlich sein und angemessen betrieben werden können. Kostenfaktoren sind unter anderem die Friedhofskapelle sowie die Instandhaltung des gesamten Geländes durch den Friedhofsgärtner, der vom Grabaushub bis zum Bäumestutzen einige Aufgaben zu erledigen hat. Nur über die genauen Zahlen konnte Nake noch keine Auskunft erteilen. Zum einen, da die Gebühr nicht pauschal angehoben wird, sondern die Preise unterschiedlicher Posten erhöht werden. Zum anderen, da die Entscheidung noch das Generalvikariat sowie die zuständige Institution im Regierungsbezirk Arnsberg durchlaufen muss. „Das ist nicht willkürlich“, sagt der Pfarrer über die Gebührenanpassung, die auf einer Wirtschaftlichkeitsberechnung durch eine Fachabteilung des Gemeindeverbandes Ruhr-Markt basiert. Den „engen Spielraum“ bei den Gebühren will die Gemeindeleitung „verantwortungsvoll nutzen“, ohne konkrete Zahlen zu nennen spricht Nake von einer „moderaten Erhöhung“. Genaue Zahlen sollen im November folgen.

Baumbestattungen wahrscheinlich bald möglich

Doch Friedhofsnutzer müssen nicht nur etwas tiefer in die Tasche greifen. Sie haben künftig aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Möglichkeit, sich für eine Baumbestattung zu entscheiden. Bei dieser Beerdigungsform wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Nake sieht diese neue Möglichkeit als Erweiterung des vorhandenen Angebots, „ob das nun in einem Urnenfeld oder an einem Baum ist, ist grundsätzlich gleich“, meint er. Der Trend zur Urnenbestattung nehme generell immer weiter zu, schon seit Jahrzehnten gebe es diesbezüglich auch immer mehr offizielle Unterstützung vonseiten der Kirche. Das ist nicht selbstverständlich, denn „am Anfang haben sich manche kirchlich gebundenen Menschen dagegen gesperrt“, so Nake.

Wann die Gebühren erhöht und die Baumbestattung zugelassen wird, steht noch nicht genau fest. Pfarrer Nake schätzt, dass die Änderungen etwa in einem Vierteljahr nach der Entscheidung in Kraft treten könnten, also wahrscheinlich im ersten Quartal des Jahres 2019. Auch wenn besonders die Gebührenerhöhung auf Unmut stoßen könnte, wirbt Nake um Verständnis. „Der Friedhof soll ja auch Ausdruck unseres Glaubens sein.“

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