Baufortschritt am Lärmschutzwall

dzAn der Bahnlinie in Methler

Trotz zahlreicher Hindernisse, die zu Verzögerungen bei der Errichtung des Lärmschutzwalls an Schimmelstraße und Weizenweg geführt haben, vermeldet die Stadtentwässerung einen Fortschritt.

Kamen

, 20.12.2018, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgeschwemmter Boden, Lieferengpässe und nicht verzeichnete Versorgungsleitungen: Trotz zahlreicher Hindernisse, die immer wieder zu Verzögerungen bei der Errichtung des Lärmschutzwalls an Schimmelstraße und am Weizenweg geführt haben, vermeldet die Stadtentwässerung Kamen, die das Projekt steuert, jetzt einen Fortschritt. Der erste Abschnitt der Anlage, die aus einer 30 Meter langen Gabionenwand besteht, ist fertiggestellt.

Das teilte die Stadtentwässerung in einem Rundschreiben an die Anwohner, das Anfang der Woche verschickt wurde, mit. Auch der Bau der Gabionenwand, die Teil des insgesamt ca. 650 Meter langen Lärmschutzwalls ist, lief nicht ohne Schwierigkeiten ab, wie Bernd-Josef Neuhaus, Technischer Leiter der Stadtentwässerung erläutert. „Im Bereich der Gabionenfundamente wurden im Zuge der Aushubarbeiten zwei Versorgungsleitungen mit einem jeweiligen Durchmesser von 40 Zentimetern gefunden.“ Darunter eine überregionale Gasleitung, die wie die andere Leitung nicht in den Unterlagen der Versorger verzeichnet war. Die beiden Leitungen wurden mit einer schützenden Betoneinhausung versehen. Neuhaus: „Dies hatte zur Folge, dass die geplante Bauzeit überschritten wurde.“

Baufortschritt am Lärmschutzwall

Nach einer unfreiwilligen Pause, weil Spezialmaterial nicht geliefert werden konnte, gehen die Bauarbeiten jetzt weiter. © Marcel Drawe

Materialstau auf der Baustelle

Schwierigkeiten gab es auch bei der Materialbeschaffung. Plötzlich gab es Lieferschwierigkeiten bei den Stahlmatten, die aus statischen Gründen auf der Oberfläche des Erdwalls eingebaut werden. Das Geflecht aus 2,7 Millimeter starkem Metall dient dazu, das aufgeschichtete und verdichtete Erdreich zu befestigen. „Man konnte bis vor zwei Wochen keinen verbindlichen Liefertermin und demzufolge auch keinen angepassten Bauzeitenplan vorlegen“, schildert Neuhaus. Die Matten sind nun vorige Woche geliefert worden, sodass die Arbeiten jetzt fortgesetzt werden können. Am Montag startete die Firma UKA-Bau westlich der Gabione in Richtung Haltepunkt Methler mit dem Bau des bewehrten Erdwalls. Nach der Weihnachtspause sollen die Arbeiten am 7. Januar fortgesetzt werden, falls es das Wetter zulässt. Die Fertigstellung dieses Abschnitts, der etwa 270 Meter lang ist, ist bis Ende Mai vorgesehen. Die Fertigstellung des nächsten Abschnitts, der östlich der Gabione liegt, ist für Ende Juli geplant. Dieser Bereich ist 200 ca. Meter lang.

Es folgt ein letzter Abschnitt über ca. 100 Meter ganz im Westen und ein kleines Stück über 30 Meter, das im abknickenden Bereich der derzeitigen Baustelleneinrichtungsfläche ganz im Osten liegt. Beide Teilstücke sollen bis Ende September fertiggestellt sein. „Mit einer Beendigung aller Restarbeiten und dem Räumen der Baustelle ist folglich bis Ende Oktober zu rechnen“, heißt es in dem Schreiben an die Anwohner.

Die Baustelle hatte bereits im vergangenen Jahr für Verdruss gesorgt, als ein Baustopp wegen starker Niederschläge verhängt werden musste. Durch den Dauerregen war die Standsicherheit des Bauwerks beeinträchtigt worden. Das, was auf einer Strecke von 150 Metern aufgeschichtet und verfestigt worden war, musste wieder aufgenommen werden. Diese Bereiche, so Neuhaus, seien nun ausreichend befestigt worden. Ein Bodengutachter habe die entsprechenden Bereiche geprüft und freigegeben. „Das Herstellen dieses Erdplanums ist der wichtigste und damit auch zeitaufwendigste Arbeitsschritt bei der Erstellung des Erdwalls.“

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