Baubetriebshof hat den Winter im Griff

dzBisher drei Einsätze

Die ersten Bewährungsproben sind bereits Geschichte für den städtischen Winterdienst. Alles hat gut geklappt bisher – auch die Arbeitsaufteilung mit dem Baubetriebshof des Kreises.

von Werner Wiggermann

Kamen

, 10.12.2019, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten drei Einsätze sind bereits erfolgreich absolviert worden. Erfolgreich bedeutet, dass Eis und Schnee bisher nicht für chaotische Verhältnisse auf Kamener Straßen gesorgt haben. Die guten Geister des Baubetriebshofs waren stets rechtzeitig zur Stelle, um das zu verhindern. Sebastian Schmitz, zuständiger Gruppenleiter im Betriebsdienst, ist zuversichtlich, dass das auch so bleiben wird.

Insgesamt 40 Menschen sind dafür zuständig, die städtischen Straßen in einem griffigen Zustand zu halten. „Wir haben grundsätzlich zwei Gruppen in der Bereitschaft, die wöchentlich wechseln“, erklärt Schmitz. Ihr Einsatz wird notwendig, wenn sich in der Nacht abzeichnet, dass es rutschig werden könnte. Vorgewarnt wird die Einsatzleitung durch Meldungen des Deutschen Wetterdienstes. Zwischen 2 und 3 Uhr nachts prüfen die Einsatzkräfte vor Ort, ob es wirklich glatt wird. Gestreut wird dann ab 4 Uhr – und zwar grundsätzlich auf allen städtischen Straßen, die auch gebührenpflichtig von der Stadt gereinigt werden. In den sehr kleinen Straßen, deren Anwohner keine Straßenreinigungsgebühr zahlen müssen, sind diese auch selbst in der Streupflicht.

Feuchtsalz ist deutlich effektiver

Der städtische Winterdienst kann – vor allem mit seinen drei Großfahrzeugen – natürlich deutlich effektiver gegen Eis und Schnee vorgehen. Dabei kommt Feuchtsalz zum Einsatz. Es haftet sofort und kann daher auf die Stellen konzentriert werden, die auch wirklich rutschfrei werden sollen. Insgesamt wird so deutlich weniger Salz benötigt. Gänzlich auf den Einsatz von Salz zu verzichten, hält Schmitz für unmöglich, wenn die Straßen, Gehwege und Bushaltestellen wirklich schnell und zuverlässig rutschfrei werden sollen. „Es gibt dazu einfach keine Alternative“, findet Schmitz.

Nicht einsetzbar sind die Großfahrzeuge dagegen auf separaten Radwegen. Hier arbeiten die Kräfte des Baubetriebshofs mit schmalen Schleppern. Grundsätzlich sei es möglich, alle vorhandenen Fahrzeuge gleichzeitig zu nutzen. Priorität aber hätten im Zweifel die Großfahrzeuge und damit auch die mit ihnen befahrbaren Straßen.

An Kreis- und Landstraßen in Kamen sind übrigens grundsätzlich die Betriebshöfe in Unna und Bönen zuständig. Es gibt aber praktische Absprachen. So streut der Kreis für die eigentlich zuständige Stadt zum Beispiel die Ortsdurchfahrt Heeren-Werve; im Gegenzug kümmert sich die Stadt für den Kreis etwa um die Stormstraße.

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