Bau der Südkamener Spange soll im Frühsommer beginnen

dzMillionenprojekt

Eine erneute Hängepartie scheint abgewendet: Der Bau der umstrittenen „Südkamener Spange“ soll im Frühsommer beginnen. Das hat der Kreis Unna mitgeteilt. Details soll es später geben.

Kamen, Südkamen

, 30.01.2020, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch vor Weihnachten waren Zweifel aufgekommen, dass das umstrittene Straßen-Millionenprojekt an einer Kostenexplosion scheitern könnte. Nun sind die Unklarheiten bei der „Südkamener Spange“ offenbar ausgeräumt. Der Kreis Unna hat am Donnerstag den Baustart für den Frühsommer angekündigt. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Kreisbaudezernent Ludwig Holzbeck sowie Sachgebietsleiter Jürgen Busch wollen am Montag (3. Februar) weitere Einzelheiten bekannt geben.

Kreis gibt Baustart bekannt

Die Südkamener Spange ist eine Umgehungsstraße, die den Bahnübergang Südkamener Straße (K40) ersetzen soll. Die Deutsche Bahn (DB) plant die Beseitigung des Verkehrshindernisses bereits seit fast 40 Jahren. Das Projekt wurde immer wieder verschoben, das letzte Zeitfenster für den Baustart verstrich im Sommer 2018 während einer längeren Sperrung der Bahnstrecke Dortmund-Hamm. „Jetzt zeichnet sich ab, dass es im Frühsommer endlich losgeht mit dem immer wieder aus verschiedensten Gründen verschobenen, zwischenzeitlich auch (erfolglos) beklagten Straßenbauprojekt“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Unna, der an dem Projekt beteiligt ist.

Der Kreis Unna will am Montag, 3. Februar, im Rahmen eines Pressegesprächs im Kreishaus in Unna den aktuellen Stand, den Trassenverlauf, den Zeitplan und die Kosten des Projekts erläutern. Noch am selben Tag werden die Pläne im Ausschuss für Hoch- und Tiefbauarbeiten des Kreistags vorgestellt. Vor Weihnachten waren vom Kreis eine geschätzte Summe von 33 Millionen Euro genannt worden.

Die nächste Sperrpause auf der Bahnstrecke Dortmund-Hamm ist von der Deutschen Bahn für die Herbstferien 2020 wegen Brücken- und Oberleitungsarbeiten angekündigt. Inwieweit dieses Zeitfenster auch bereits für den Bau der Spange dienen soll, ist unklar.

Von der Westicker Straße zur Dortmunder Allee

Die „Südkamener Spange“ verbindet die Westicker Straße künftig mit der Dortmunder Allee, wo sie durch einen Kreisverkehr angebunden wird. Die Umgehungsstraße wird unter der Bahnlinie hindurchgeführt. Die Unterführung dürfte Autofahrer freuen, die derzeit am Bahnübergang in einem der häufigen Staus stehen. Doch die Spange hat längst nicht nur Freunde: Anwohner klagten gegen das Bauprojekt unter anderem, weil die neue Straße die Natur durchschneidet. Ein weiterer Kritikpunkt ist eine befürchtete Zunahme des Verkehrs.

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