Bahnstrecke Dortmund-Hamm fast 30 Tage lang gesperrt: Busse als Ersatz, Züge fahren Umleitungen

dzDeutsche Bahn

Für etwa 30 Tage geht auf der Bahnstrecke Dortmund-Hamm nichts, wenn drei längere Sperrpausen für den Brückenbau der Südkamener Spange genutzt werden. Vor allem die Herbstferien sind betroffen.

Kamen

, 04.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf ca. 665 summiert sich die Stundenzahl, an denen die Bahnstrecke Dortmund-Hamm in diesem und nächsten Jahr gesperrt wird. Das sind fast 30 Tage. Zwei große Sperrpausen, ca. 450 Stunden oder 20 Tage lang, vermeldet die DB Netz AG allein für Oktober und November dieses Jahres.

Dann soll die Brücke für die Südkamener Spange gebaut werden. Der Kreis Unna hatte am Montag darüber informiert, dass das seit ca. vier Jahrzehnten geplante Dauerprojekt nun vom Bundesverkehrsministerium genehmigt ist. Bahnkunden müssen sich bis Ende 2021 auf Einschränkungen einstellen. Die Bauzeit für das Gesamtprojekt dauert länger. Die ca. 1300 Meter lange Straße, die die Schienen unterquert, soll bis Mitte 2023 fertig sein.

Bahnstrecke Dortmund-Hamm fast 30 Tage lang gesperrt: Busse als Ersatz, Züge fahren Umleitungen

Die Strecken der Deutschen Bahn bleiben eine Baustelle. Drei längere Sperrpausen sind für die Errichtung einer Brücke für die Südkamener Spange notwendig. © Deutsche Bahn

Erste Totalsperrung: Vom 9. bis 26. Oktober dieses Jahres

Eine der drei längeren Sperrungen liegt in den Herbstferien – vom 9. bis 26. Oktober dieses Jahres. Die Bahn hat eine etwas mehr als 16-tägige Sperrung von 392 Stunden angemeldet. Dann werden zwischen Hamm und Dortmund keine Züge rollen. Der Nahverkehr wird, wie im Jahr 2018 auch, durch Busse ersetzt, den sogenannten Schienenersatzverkehr. In dieser Sperrpause soll die Bohrpfahlwand, die die Gleisbrücke tragen wird, hergestellt werden. Die Bohrpfähle werden bis zu vier Meter tief in das Erdreich eingetrieben. Sie dienen als Verankerung für das Bauwerk, das wegen des hohen Grundwasserstandes fixiert werden muss.

Zweite Totalsperrung: Vom 27. bis 30. November dieses Jahres

Die zweite Totalsperrung der Strecke ist vom 27. bis 30. November vorgesehen. Die Bahn hat in ihren Fahrplänen dafür 55 Stunden berücksichtigt. Dann soll der Einbau der beiden provisorischen Hilfsbrücken erfolgen. Die eigentliche Brücke soll ab 30. November neben der Strecke errichtet werden. Dafür kalkuliert die Bahn mit ca. sechs Monaten.

Weitere Sperrungen sind bereits zuvor geplant, allerdings nicht in dem Ausmaß. Bei der Bauvorbereitung voraussichtlich ab Mai sind eingleisige Sperrpausen über Nacht eingeplant, die zu Einschränkungen im Bahnverkehr führen können. Die Arbeiten laufen dann außerhalb des Gleisbereichs. Termine wurden bisher nicht genannt.

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Dritte Totalsperrung: Im dritten Quartal kommenden Jahres

Die letzte länger andauernde Sperrung ist erst für das kommende Jahr vorgesehen, wenn das neben den Schienen fertiggestellte Bauwerk eingeschoben werden soll. „Das soll in einer noch abzustimmenden neuntägigen Sperrpause stattfinden“, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage der Redaktion. Angestrebt für diese wohl letzte Sperrpause, die nach dem Berechnungsmodell der Bahn über 216 Stunden dauert, ist vermutlich das dritte Quartal kommenden Jahres.

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