Bahn plant „One-Stop-Shopping“ am Kamener Bahnhof

dzAntwort auf Beschwerde

Die Antwort von Bahnvorstand Ronald Pofalla auf einen Beschwerdebrief des Grünen-Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff ist da. Es geht um das Aus für den Kamener Bahnhofsbäcker.

Kamen

, 15.11.2018, 15:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der aus Bergkamen stammende Abgeordnete Ostendorff hatte sich in einer E-Mail am 30. Oktober darüber beschwert, dass die Deutsche Bahn der Bäckerei Büsch gekündigt hat. Im Auftrag Pofallas antwortet keine zwei Wochen später Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn in Düsseldorf.

Der DB-Manager bestätigt zunächst, was schon bekannt ist: Das Mietverhältnis mit der Bäckerei Büsch läuft zum Jahresende aus, und die Deutsche Bahn will dort anschließend einen eigenen „ServiceStore“ errichten.

Weiter schreibt Lübberink: „Die Deutsche Bahn möchte den Reisenden am Bahnhof Kamen zukünftig ein vollständiges Angebot an Reisebedarf wie Speisen, Getränke, Zeitschriften, Bücher und auch Backwaren im Sinne eines ,One-Stop-Shopping’ anbieten.“ Das von der DB selbst entwickelte sogenannte Convenience-Konzept solle am Bahnhof Kamen umgesetzt werden.

Ein vorübergehender Leerstand wird die zwangsläufige Folge des Wechsels sein. Der DB-Manager versichert angesichts von Befürchtungen über einen längeren Versorgungsengpass: „Derzeit führen wir Verhandlungen mit einem möglichen Betreiber, erarbeiten die Planung für einen zeitgemäßen Ladenbau und die erforderlichen Genehmigungen zur baldigen Eröffnung des neuen Stores.“

Wohl um dem Eindruck entgegen zu treten, dass es zwischen der Bäckerei Büsch und der Deutschen Bahn Verstimmungen gibt, schreibt Lübberink: „Die Bäckerei Büsch ist auch weiterhin ein guter Partner der Bahn. Erst vor wenigen Wochen wurde eine neue Bäckerei Büsch am neuen Wuppertaler Hauptbahnhof eröffnet.“ Der weitere Reisebedarf werde an dem größeren Bahnhof durch weitere Geschäfte abgedeckt. „Für Kamen steigert – nach unserer Erfahrung – jedoch ein Konzept mit einem breiteren Sortiment in einem Ladenlokal die Zufriedenheit der Pendler und Reisenden am Bahnhof.“

Bundestagsabgeordneter Ostendorff kommentierte das Antwortschreiben so: „Die Bahn hat den schwarzen Peter an die Firma Büsch gespielt. Herr Büsch hat sich mir gegenüber anders geäußert, dass er sehr wohl den Betrieb weiterführen will. Da muss eine Klärung rein.“ Der Konzernbevollmächtigte hat Ostendorff ein Gespräch angeboten. „Ich werde da weiter bohren, da hab ich große Leidenschaft“, so der Grünen-Politiker.

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