Autobahnpolizei stoppt Raser nach Verfolgungsfahrt über 100 Kilometer

dzAb Kamener Kreuz

Vier beschädigte Streifenwagen, drei verletzte Polizisten und ein verletzter Verkehrsrowdy – das ist die Bilanz einer Verfolgungsjagd, die am Kamener Kreuz begann. Ein Land Rover raste mit bis zu 200 km/h über die A2.

Kamen, Dortmund

, 27.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 100 Kilometer weit haben Autobahnpolizisten aus mehreren Städten einen Verkehrsrowdy vom Kamener Kreuz quer durchs Ruhrgebiet verfolgt. Beamte der Autobahnpolizei in Kamen hefteten sich am Dienstagabend zuerst an die Stoßstange des Land Rovers, der zuvor anderen Autofahrern durch eine „extrem gefährliche Fahrweise“ mit bis zu 200 km/h aufgefallen war.

Verfolgungsjagd: Stoppzeichen ignoriert

Der Fahrer habe bei hohem Tempo immer wieder die Spuren gewechselt, sei dicht auf vorausfahrende Fahrzeuge aufgefahren und habe mehrmals auch stark abgebremst, berichtete die Polizei in Dortmund am Mittwoch. Der Fahrer habe die Stoppzeichen mehrerer Polizeifahrzeuge ignoriert und mehrfach den Verkehr gefährdet.

Die Verfolgungsfahrt führte laut Polizei weiter über die A2 durch Lünen, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herten, Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop und Oberhausen auf die Autobahn 3 in Richtung Köln vorbei an Duisburg und Mülheim. Eine erste Sperrstelle habe der Fahrer bei Oberhausen mit einem riskanten Manöver durchbrochen. Kurz darauf habe er zwei Streifenwagen gerammt.

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Nagelbalken stoppt geistig verwirrten Fahrer auf der A3

Mit einem ausgelegten Nagelbalken auf der A3 zwischen dem Rastplatz „Entenfang“ in Mülheim und dem Kreuz Breitscheid konnte die Polizei den Raser stoppen. Der Land Rover überfuhr das Hindernis und die Beamten konnten den 60-Jährigen aus dem Kreis Euskirchen gegen 23.40 Uhr festnehmen. Der Mann machte einen geistig verwirrten Eindruck und wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Drei Polizisten und der Fahrer verletzt

Bei dem Einsatz seien drei Polizisten und der Fahrer leicht verletzt worden. Vier Streifenwagen und das Fluchtfahrzeug seien durch gezieltes Rammen und Kollisionen beschädigt worden.

Zuerst war der Raser anderen Autofahrern gegen 22.25 Uhr auf der A2 bei Bielefeld in Richtung Dortmund aufgefallen. Sie verständigten die Polizei, die den Rowdy dann auf der A2 vorm Kamener Kreuz sichtete.

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