A1-Sperrung bis in den frühen Morgen: Sattelzug mit Schwerlastkran geborgen

dzAutobahn 1

Die Bergung des verunglückten Lastwagens auf der A1 dauerte länger als erwartet. Erst um 4 Uhr morgens war die Autobahn in Richtung Köln wieder frei. Über 300 Meter Leitplanke sind zerstört.

Kreis Unna

, 16.07.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Äste knicken und es kracht ordentlich im Astwerk der Bäume und Sträucher, als der Lastwagen zurück auf die Autobahn gezogen wird. Kräfte der Autobahnmeisterei Kamen waren in der Nacht zu Donnerstag länger als erwartet im Einsatz. Bis 4 Uhr am Morgen zogen sich die Arbeiten hin. Erst dann war die A1 in Fahrtrichtung Köln wieder komplett befahrbar. Bereits um 2.50 Uhr war der linke Fahrstreifen freigegeben worden.

Der Lkw ist zurück auf der Autobahn. Jetzt sieht man, warum die A1 gesperrt werden musste. Die Bergungsarbeiten benötigten viel Platz.

Der Lkw ist zurück auf der Autobahn. Jetzt sieht man, warum die A1 gesperrt werden musste. Die Bergungsarbeiten benötigten viel Platz. © VN24

Bergungsarbeiten mit Schwerlastkran

Trotz aller Schwierigkeiten auf dem rutschigen und abschüssigen Grund an der etwa zehn Meter tief abfallenden Böschung, waren die Bergungsarbeiten für die Kräfte aus Kamen Routine, „eine für uns ganz normale Sache“, wie Sprecher Markus Miglietti berichtet.

Der bei Straßen NRW in Kamen stationierte Schwerlastkran kam nach der um 21 Uhr verhängten Sperrung zur Unfallstelle zwischen Hamm-Bergkamen und dem Kamener Kreuz angerollt, während der Verkehr über die Anschlussstelle Bockum-Werne abgeleitet und in Kamen am Kamener Kreuz wieder der Autobahn 1 zugeführt wurde. Auf der Fahrspur Richtung Köln dagegen eine gespenstische Ruhe.

Die Zugmaschine hat bei dem Unfall zwar sichtbar gelitten, stand nach der Bergung aber wieder auf allen Rädern.

Die Zugmaschine hat bei dem Unfall zwar sichtbar gelitten, stand nach der Bergung aber wieder auf allen Rädern. © VN24

Zugmaschine und Auflieger zur Werkstatt

Zugmaschine und Auflieger wurden nach der Bergung in eine Werkstatt abgeschleppt. Von dort aus ist der Eigentümer wieder in der Pflicht. Bei dem Fahrer handelte es sich im Übrigen um einen 51-jährigen Mann aus Ungarn. Er blieb bei dem Zwischenfall unverletzt.

Wie es zu dem Unfall kam, wird weiter ermittelt. „Glücklicherweise liefen keine Betriebsstoffe aus, sodass es keinen weiteren Schaden gab“, berichtete am Donnerstagmorgen Polizeisprecher Sven Schönberg in Dortmund.

Die Bergung des 40-Tonners gestaltete sich aufwendiger als gedacht. Die Arbeiten auf der Autobahn 1, die am Mittwochabend gesperrt wurde, dauerten bis vier Uhr an.

Die Bergung des 40-Tonners gestaltete sich aufwendiger als gedacht. Die Arbeiten auf der Autobahn 1, die am Mittwochabend gesperrt wurde, dauerten bis vier Uhr an. © VN24

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Leitplanken über 300 Meter rasiert

Der spektakuläre Unfall hatte sich am frühen Mittwochmorgen auf der Autobahn 1 in Höhe Overberger Busch zwischen dem Kamener Kreuz und Hamm ereignet: Der Lastwagenfahrer rasierte die Leitplanken über 300 Meter und rutschte mit dem Gespann die tiefe Böschung hinab, bevor er vom dichten Astwerk gestoppt wurde.

Die beschädigten Schutzplanken sollen nun in den nächsten Tagen repariert werden, wie Miglietti ankündigte. „Das muss alles neu gemacht werden.“ Die Arbeiten werden nicht von der Autobahnmeister selbst durchgeführt, sondern durch eine von Straßen NRW beauftragte Fachfirma.

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