Arbeiten am Nordring in Kamen: Jetzt wird es schick und im April gibt‘s noch einmal Action

dzBaustelle

Während vielerorts das Leben stillsteht, wird auf der Nording-Baustelle weiter fleißig gearbeitet. Die Bauarbeiter liegen im Zeitplan und bald wird endlich die Einmündung zur Stormstraße freigegeben.

Kamen

, 18.03.2020, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Jetzt wird es langsam schick“, verkündet Bernd-Josef Neuhaus, Leiter der Stadtentwässerung. Während auf dem Nordring lange an den Kanälen gearbeitet wurde, was nicht wirklich sichtbar war, hat sich ein Teil der Bauarbeiten mittlerweile auf die Oberfläche der Straße verlagert – zumindest im Bereich zwischen Stormstraße und Fritz-Erler-Straße.

In dem Bereich tut sich dieser Tage einiges. Die Baugrube mit den verlegten Versorgungsleitungen wird verfüllt, gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für das Pflastern der Gehwege und Bushaltestellen. Auch ein Großteil der neuen Beleuchtung ist laut Neuhaus errichtet und eingeschaltet.

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Die Arbeiten laufen nach Plan. Das gute Wetter kommt Neuhaus und seinem Team gelegen. „Bis auf drei, vier Tage haben wir kontinuierlich durcharbeiten können“, so Neuhaus. Somit bleibt das Datum, an dem die Einmündung zur Stormstraße freigegeben wird, unverändert. Es ist wohl die Frage, die sich die meisten Autofahrer stellen: Wann können die von Norden kommenden Autos wieder in die Stormstraße fahren und wann von der Stormstraße aus nicht nur rechts auf den Ring abbiegen, sondern auch wieder links?

„Der Bereich an der Einmündung in die Stormstraße wird ab dem 27. April freigegeben. Das ist laut Zeitplan das Datum, an dem die Verkehrsführung umgestellt wird“, sagt Neuhaus.

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Das Schachtbauwerk am Nordring

Asphaltarbeiten am Nordring beginnen im April

Und es gibt noch ein Datum, auf das die Kamener sich einstellen können. Denn ab dem 20. April wird es auf der Baustelle wieder Action geben. Dann wird auf einen Teil des Nordrings Asphalt aufgebracht.

Spätestens dann werden die Kamener, die seit Mai vergangenen Jahres mit der Baustelle leben müssen, sehen, dass sich am Nordring richtig etwas tut und sie eine Straße bekommen, die wie neu ist.

Die Kamener müssen sich noch ein wenig gedulden. Erst im Herbst sind sie die Großbaustelle auf dem Nordring los.

Die Kamener müssen sich noch ein wenig gedulden. Erst im Herbst sind sie die Großbaustelle auf dem Nordring los. © Marcel Drawe

Doch die unterirdischen Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Im zweiten Bauabschnitt, zwischen der Fritz-Erler-Straße und der Nordstraße finden nun die Kanalbauarbeiten statt. Warum man nicht alle Kanäle in einem Schritt erneuert, dafür hat Neuhaus eine einleuchtende Erklärung: Es gibt jeweils ein Gefälle von der Nordstraße aus und von der Stromstraße aus und die Arbeiten beginnen immer am tiefsten Punkt des Kanals. „Damit das Wasser, das schon hineinläuft, immer in den fertigen Kanal abfließen kann“.

Fußgänger beschwerten sich über die Situation auf der Nordring-Baustelle

Dass die Arbeiten notwendig sind, weil nicht nur die Straße, die Gehwege und die Grünstreifen, sondern auch die Kanäle erneuert werden, steht außer Frage. Und doch sind die Kamener sicherlich froh, wenn sie die Baustelle los sind. Denn nicht nur Auto- und Busfahrer müssen Umwege nehmen, sondern auch Fußgänger.

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Manch ein Kamener beschwerte sich darüber, dass es zu wenige Fußgängerüberwege gibt, andere finden, dass das Durchkommen mit Kinderwagen problematisch ist. Doch im Herbst soll das Ganze ein Ende finden. Dann sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, wenn alles im Zeitplan läuft – und die Zeichen dafür stehen sehr gut.

Das Projekt kostet insgesamt 7,2 Millionen Euro, die Länge der Baustelle beträgt insgesamt etwa 730 Meter. Teilweise boten die Arbeiten auf dem Nordring recht spektakuläre Anblicke – etwa, als ein 32 Tonnen schweres Schachtbauwerk in den Boden gelassen wurde. Der neue Schacht verbindet die Stormstraße und den Nordring mit Ab- und Zuläufen.

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