Anwohner verärgert: Gelbe Mülltonnen bleiben wegen Straßen-Großbaustelle ungeleert

dzBergkamener Straße/Nordring

Kein Durchkommen auf der voll gesperrten Bergkamener Straße – auch für die Müllabfuhr. Anwohner berichten von neuen Problemen durch die Großbaustelle zwischen Kamen und Bergkamen. Mülltonnen wurden nicht geleert.

Kamen

, 20.10.2019, 10:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Herbert Aschhoff wohnt nördlich der Straßen-Großbaustelle, die Autofahrern und Anliegern seit Wochen viel Geduld abverlangt. Die Bergkamener Straße ist voraussichtlich noch bis 31. Oktober gesperrt. Das zwingt den Durchgangsverkehr zu kilometerlangen Umwegen. Zudem ist die Stormstraße gesperrt, und es wird auf dem Nordring (B233) gebaut.

Aschhoff und seine Nachbarn beklagen, dass die Müllabfuhr in einem Fall nicht zu ihnen durchkam. Denn in der vorigen Woche sei die Wertstofftonne nicht geleert worden. „Die Tonnen standen hier an der Straße und mussten schon wieder heimgeholt werden“, schilderte Aschhoff. Betroffen seien rund 20 Anlieger.

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Als „völlig hilflos“ beschreibt Aschhoff die Reaktion der Stadtverwaltung und der Entsorgungsfirma GWA auf das Problem. Ein Tipp sei gewesen, die Tonne an einen Ort zu bringen, wo der Müllwagen sie erreichen könne. Auf keinen Fall würde man dem Müll nachfahren – so soll es geheißen haben. Im Kamener Rathaus ist laut Aussage eines Sprechers der Fall einer Anliegerin bekannt, die in einer Stichstraße wohnt, die jedoch für Müllfahrzeuge befahrbar sei. Ein dortiges Problem sei laut GWA zur Zufriedenheit der Frau gelöst worden.

Müllabfuhr

Viele Tonnen, eine Hotline

Für die Leerung der Wertstofftonne in Kamen ist die Firma Remondis zuständig, für alle anderen Tonnen (Bio-, Restmüll, Papier) die kommunale Entsorgungsfirma „GWA kommunal“. Gleichwohl sind Bürger bei allen Anfragen zur Müllabfuhr bei der GWA (Tel. 0800 400 1 400) an der richtigen zentralen Adresse.

Eigentlich soll sich für Anwohner durch die Baustelle nichts bei der Müllabfuhr ändern. „Grundsätzlich ist es nämlich so, dass sich die Bauunternehmen, die auf der Baustelle arbeiten, um die Müllgefäße kümmern, wenn die Müllabfuhr einen Bereich nicht anfahren kann“, erklärt Stadtsprecher Peter Büttner. „Konkret heißt das, dass die Mitarbeiter die Müllgefäße aus dem Baustellenbereich herausziehen und an einer Sammelstelle deponieren, die sie zuvor mit dem Entsorgungsunternehmen abgesprochen haben.“ Es gebe telefonische Absprachen kurz vor der Abholung. Dieses Verfahren habe sich bewährt. Nach der Leerung würden die Mülltonnen von den Mitarbeitern der Bauunternehmen wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückgebracht.

Die Leerung der Wertstofftonnen bei Aschhoff und seinen Nachbarn wäre eine Aufgabe der Müllabfuhr Remondis gewesen. Warum die Leerung unterblieb, ist unklar. Für Verwirrung sorgte möglicherweise, dass Aschoff nicht unmittelbar im Baustellen-Bereich wohnt, sondern nördlich davon. „Wenn der Müllwagen der ausgeschilderten U1 folgen würde, könnte er auch hier bei uns seine Arbeit machen“, schildert Aschhoff. Bei der Restmülltonne, die nicht von Remondis, sondern von der GWA geleert wird, hat das diese Woche auch geklappt.

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