Anwohner überreicht Bürgermeisterin „Beweise“ für LKW-Verkehrsbelastung

dzIn Ratssitzung

Der Anwohner, der für eine Feinstaub-Messstelle in Heeren-Werve kämpft, hat sich im Stadtrat zu Wort gemeldet. Dort legte er „Beweise“ für eine Verkehrsbelastung durch LKW vor.

Kamen

, 26.09.2019, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von ihm selbst angekündigt war „großes Kino“ für den Stadtrat. Peter Streich, ein 58-jähriger Heerener, nutzte am Donnerstag die Einwohnerfragestunde des Stadtrats, um seine Recherchen über Auswirkungen des LKW-Verkehrs auf die Landstraße Werver Mark in eine Frage zu kleiden. Das war mindestens das fünfte Mal, dass sich der Aktivist und Anwohner zu diesem Thema in einer öffentlichen Sitzung zu Wort meldete.

Streich behauptete, er habe auf Basis einer eigenen Untersuchung Beweise dafür gesammelt, dass „LKW über städtische Straßen und Landstraßen fahren und nicht über die Autobahnen“. 30 Prozent der LKW aus dem Industriepark in Bönen würden über die L665 fahren, behauptete Streich. „Was werden Sie dagegen tun?“, fragte er offenbar mit Blick auf Maut-Vermeider. Bürgermeisterin Elke Kappen erklärte, Streichs Anfrage sei weitergeleitet worden. Streich wies darauf hin, dass es um etwas Neues gehe, also nicht eine frühere Anfrage nach Einrichtung einer Feinstaub-Messstelle. Kappen erklärte: „Wir haben sowohl Straßen NRW als auch die Bezirksregierung informiert, das genau zu untersuchen. Wir werden, wenn wir die Ergebnisse haben, diese ihnen mitteilen und in den Planungs- und Straßenverkehrausschuss und den Umweltausschuss weitergeben.“

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Peter Streich ist bekannt als Autor des Flugblatts „Feinstaub-Notstand! Leben in Heeren kann tödlich sein“. Der Bürgermeisterin überreichte er Unterlagen mit seinen „Beweisen“, von denen unklar ist, wie valide sie sind. Streich hatte sich bereits vor einigen Tagen im Planungsausschuss einen verbalen Schlagabtausch mit dem Ersten Beigeordneten Dr. Uwe Liedtke geliefert und dabei angekündigt, dass er auch zur Ratssitzung kommen wolle.

Anwohner überreicht Bürgermeisterin „Beweise“ für LKW-Verkehrsbelastung

Anwohner Peter Streich in der Einwohnerfragestunde: Mehr als 30 Prozent der LKW fahren über die Straßen oder Landstraßen im Kreis Unna, um die Autobahnen zu umgehen und dadurch Maut zu vermeiden. Das will er herausgefunden haben. © Stefan Milk

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