Anrufer belästigen Bürger: GSW warnen vor neuer Welle von Telefonbetrug

Telefonbetrug

Der Energiemarkt ist hart umkämpft und zieht auch viele Kriminelle an. Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen Bönen Bergkamen warnen vor einer neuen Welle von Betrugsversuchen am Telefon.

Kamen, Bergkamen

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Anrufer belästigen Bürger: GSW warnen vor neuer Welle von Telefonbetrug

Anrufer, die sich am Telefon als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgeben, haben es oft auf den Zählerstand abgesehen. Die unbekannte Firma könne damit beispielsweise nichts ahnende Menschen als ihre eigenen neuen Kunden ausgeben, warnen die Gemeinschaftsstadtwerke. © picture alliance / dpa

Laut einer aktuellen Pressemitteilung erhielten die GSW im Laufe der vergangenen Woche wieder vermehrt Hinweise aus der Bevölkerung über unerlaubte Anrufe von unbekannten Energieanbietern.

Mittlerweile hätten die Mitarbeiter der GSW über die Vorgehensweise der Anrufer schon die unterschiedlichsten Geschichten gehört. Von „Ich bin von den Stadtwerken, wir stellen die Tarife um.“ über „Die Stadtwerke erhöhen die Preise, haben Sie das noch nicht gehört?“ bis hin zu „Ihr Zähler ist anscheinend defekt, wir müssen den Stand und die Nummer vergleichen.“ sei alles dabei.

Mit dem Zählerstand können die Betrüger laut der GSW-Mitteilung mehr anfangen, als manch ein Kunde denken mag. Die unbekannte Firma könne damit beispielsweise nichts ahnende Menschen als ihre eigenen neuen Kunden ausgeben. Danach könne sie tatsächlich einen unfreiwilligen Lieferantenwechsel vollziehen.

Unfreiwilliger Lieferantenwechsel

Kontakt zur Bundesnetzagentur

  • Komme es in Folge eines unerlaubten Anrufs zu einem unerwünschten Lieferantenwechsel, können die GSW laut eigener Mitteilung erst einmal nichts ausrichten.
  • Die Kunden hätten dann den Ärger, alles selbst rückgängig machen zu müssen – wenn sie es denn rechtzeitig mitbekommen haben. Ansonsten gelten die rechtlichen Bestimmungen zum Vertragsrücktritt.
  • Möchte jemand gegen die Anrufer vorgehen, sei er als Geschädigter ebenfalls persönlich gefordert und müsse den Kontakt zur Bundesnetzagentur suchen. Die Telefonnummer lautet (0291) 9955 206. Auch über eine E-Mail an rufnummernmissbrauch@bnetza.de erhalten Betroffene die Informationen zur weiteren Vorgehensweise.

Insgesamt sei es sehr schwierig, die unlauteren Konkurrenten zu belangen, so die GSW. Sie verschleiern ihre Identität, verstecken sich hinter beauftragten Call-Centern. Dennoch würden die GSW und viele andere Stadtwerke versuchen, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, stellen Strafanzeigen oder mahnen erkannte Unternehmen ab. Teilweise mit Erfolg und hohen Strafen für die unlauteren Wettbewerber.

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen