Alkoholisierte Frau fährt Schlangenlinien auf der A2

dzAus Frust zu viel getrunken

Voller Wut setzte sich eine 24-Jährige hinter das Steuer und gab Gas. Angesichts ihrer starken Alkoholisierung eine denkbar schlechte Idee. In Kamen fand die Fahrt ein jähes Ende und bescherte ihr dort nun auch ein Verfahren.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 25.07.2018, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Autofahrer auf der A2 zeigte in der Nacht auf den 4. März Zivilcourage und rettete der jungen Frau unter Umständen auch das Leben. Er informierte die Polizei, dass die Person vor ihm extreme Schlangenlinien fahre, einmal sogar auf dem Grünstreifen gelandet sei und beinahe einen Unfall gebaut hätte.

Er blieb hinter ihr, bis die Polizei im Bereich Kamen intervenierte und die 24-Jährige buchstäblich aus dem Verkehr zog. Ein Test bescheinigte kurz darauf 1,25 Promille im Blut. Der Führerschein wurde sofort sichergestellt.

Betreten erschien die Frau aus Steinfurt am Mittwoch zu ihrem Prozess vor dem Amtsgericht und versuchte zu erklären, was sie selbst am wenigsten begreifen konnte.

An dem Abend sei sie mit ihrer Schwester in Dortmund gewesen. Die habe zurückfahren sollen, sie habe getrunken. Dann jedoch sei es zum Streit gekommen. „Da bin ich ins Auto gestiegen und gefahren.“ Das Schuldbewusstsein stand ihr ins Gesicht geschrieben und deshalb klang sie durchaus glaubwürdig, als sie betonte, dem Zeugen, der die Polizei rief, mehr als dankbar zu sein. „Vielleicht wäre ich sonst tot.“ Das Ganze sei ihr eine Lehre gewesen. „Ich trinke gar keinen Alkohol mehr. Das hat mir gereicht.“

Teuer zu stehen kam sie das Ganze trotz Einsicht und Reue: 600 Euro Geldstrafe und sieben Monate Sperrfrist zur Neuerteilung einer Fahrerlaubnis.

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