Aggressivität im Straßenverkehr Autofahrer geraten auf Lünener Straße aneinander

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Ein Auto biegt auf die Lünener Straße ein: Im Straßenverlauf eskalierte die Begegnung eines Autofahrers und einer Autofahrerin.
Ein Auto biegt auf die Lünener Straße ein: Im Straßenverlauf eskalierte die Begegnung eines Autofahrers und einer Autofahrerin. © Stefan Milk/Archiv
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Für einen Autofahrer auf der Lünener Straße in Kamen völlig unerwartet soll eine Frau am 30. April rückwärts aus einer Einfahrt herausgefahren sein. Anschließend gerieten die Verkehrsteilnehmer in einen Streit.

Auf welche Weise, das sollte am Dienstag im Amtsgericht Kamen geklärt werden. Auf der Anklagebank der 44-jährige Dortmunder. Er gab an, die Frau sei plötzlich aus der Ausfahrt gefahren, habe ihn ausgebremst und ihm den Mittelfinger gezeigt. Kurz darauf hätten beide angehalten und die Frau sei mit erhobenen Fäusten auf ihn zugekommen, habe ihn beleidigt. Daraufhin habe er die 42-Jährige geschubst, aber keinesfalls geschlagen.

Freispruch, weil Zeugin Aussage verweigert

Bei der Polizei hatte die Frau angegeben, der Dortmunder habe sie geschubst und gegen die Schulter geschlagen. Es kam zur Anzeige wegen Körperverletzung und folglich zum Strafprozess. Im Amtsgericht entschied die als Zeugin geladene Frau, keine Aussage zu machen.

Ihr gutes Recht, da der 44-Jährige seinerseits Anzeige wegen Beleidigung und falsche Verdächtigung gegen die Lünenerin erstattet hatte, und das Verfahren noch läuft. Für den Dortmunder endete der Prozess aufgrund der fehlenden Aussage der Zeugin mit einem Freispruch.