Ängelholmer Straße soll „Fahrradstraße“ werden

dzVerkehr

Eine bessere Anbindung des Kamener Radverkehrs an die geplante Radschnelltrasse RS1 möchte der ADFC durch eine weitere Fahrradstraße erreichen. Im Fokus ist dabei die Ängelholmer Straße.

von Werner Wiggermann

Kamen

, 18.02.2020, 16:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ängelholmer Straße soll zwischen Nordstraße und Ostring zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden. Das beantragte ADFC-Sprecher Heinrich Kissing jetzt im Kamener Planungsausschuss. Ziel sei es unter anderem, eine Anbindung an den geplanten „Radschnellweg“ RS 1 für Kamen zu schaffen.

Die Umwidmung würde bedeuten, dass Radfahrer hier die ganze Fahrbahn benutzen dürfen. Die Rechte der Autofahrer müssen in einer Fahrradstraße konkret definiert werden – sind aber in keinem Fall größer als die der Radfahrer. In Kamen sind bereits die Bahnhofstraße (zwischen den beiden Kreisverkehren), die Lenbachstraße und die Borsigstraße als Fahrradstraßen ausgewiesen – und dies hat sich nach Auffassung des ADFC auch in jedem Fall bewährt.

Mehr Rücksicht auf Schwächere

Vor allem würden Autofahrer durch die Umwidmung gedrängt, mehr Rücksicht zu nehmen. Eine notwendige Weichenstellung, finden die Vertreter des Fahrradclubs, da früher Verkehr eigentlich immer aus Sicht des Autoverkehrs geplant und gestaltet worden sei. Dies etwas anders zu betrachten, bedeute etwas mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger. Ob, wie und wann der Vorschlag zur Ängelholmer Straße umgesetzt werden kann, prüft nun die Verwaltung.

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