ADFC spaltet sich wegen hoher Mitgliederzahlen erneut auf

dzGroßes Wachstum in Kamen und Bergkamen

Nach Gründung des Ortsverbandes Bönen steht nun auch die Trennung von Bergkamen bevor. Der Kreisverband unterstützt bei der Gründung einer neuen Ortsgruppe.

Kamen

, 30.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Zahl der Fahrradfahrer, die in ihrer Freizeit mit Gleichgesinnten in die Pedale treten, steigt. So sehr, dass der ADFC BergKamen sich noch einmal aufspaltet. Nachdem vor drei Jahren Bönen aus dem Vereinsnamen verschwand, soll nun auch Bergkamen abgespalten werden. Künftig gibt es dann statt ursprünglich einer Ortsgruppe deren drei.

„Wir haben uns bei einer Versammlung dafür ausgesprochen, dass in Bergkamen ein eigener Ortsverband eingerichtet wird“, so ADFC-Sprecher Dieter Brinkmann. Zurzeit zähle der Ortsverband BergKamen 120 Mitglieder. Auch wenn es nicht für jede Tour auch gleich so viele Anmeldungen gebe, stoße man bei den Fahrten doch an die Grenzen des Machbaren.

Der Ortsverband bereitet die Trennung zurzeit intern vor. Das Mitgliederverhältnis zwischen Kamen und Bergkamen ist ausgewogen. „Wir würden dann zwei Gruppen mit etwa der Hälfte an Mitgliedern haben“, so Brinkmann. Nun wolle man Mitglieder aus Bergkamen motivieren, die dort das Heft des Handelns in die Hand nehmen.

Unterstützung gibt es dabei vom ADFC-Kreisverband, dem Werner Wülfing vorsitzt. Er kann sich noch an die Gründung des Ortsverbandes Bönen erinnern, der sich seitdem sehr gut entwickelt habe. „Eine quirlige Gruppe, die viel in die Hand nimmt“, lobt er. Im Jahr 2015 habe es zunächst Schnuppertouren gegeben, die der Kreisverband organisiert habe. 45 Teilnehmer starteten am Gartenteich. Eine neue Ortsgruppe war geboren. Ähnlich will man nun in Kamens nördlicher Nachbarstadt vorgehen, bevor eine Gründungsveranstaltung einberufen wird. Ein Termin steht bisher noch nicht fest.

Im Kreis Unna bildet der Ortsverband BergKamen noch den letzten interkommunalen Zusammenschluss. „In den vergangenen Jahren haben sich immer weitere Ortsverbände gegründet“, berichtet Wülfing. Ortseigene Gruppen gibt es demnach auch in Fröndenberg, Holzwickede, Unna, Lünen, Schwerte, Selm und Werne. Etwa 700 Radfreunde sind kreisweit im ADFC organisiert.

Neben regelmäßigen Touren durchs Umland verfolgt der ADFC auch verkehrspolitische Ziele. Die örtlichen Radler hatten sich starkgemacht, die Bahnhofstraße in eine Fahrradstraße zu verwandeln. „Wir wollen den Fahrrad- und Fußverkehr als umweltfreundlichste Verkehrsart in Kamen und Bergkamen effektiv fördern, um zu mehr Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung beizutragen“, steht auf der Internetseite des hiesigen ADFC. Der Radverkehr solle als gleichberechtigte Verkehrsform anerkannt werden, heißt in Bezug auf den motorisierten Straßenverkehr.

Motorisiert, so Wülfing, seien auch immer mehr Radfahrer, allerdings mit Elektromotoren: „Der E-Bike-Boom hat sicherlich noch einmal zum Aufschwung beigetragen.“

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