Abkürzung Baustelle: Autofahrer ignorieren die Sperrung der Bergkamener Straße

dzDas hat Folgen

Die Bergkamener Straße ist derzeit gesperrt. Das wollen anscheinend nicht alle Autofahrer einsehen. Laut Anwohnern schoben sie Barrieren einfach zur Seite und stiegen wieder ins Auto. Das hat nun Folgen.

Kamen

, 15.10.2019, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bergkamener Straße ist derzeit zwischen der Einmündung Waterkamp/Dreieck und der Autobahnbrücke gesperrt. Für viele Autofahrer bedeutet das einen großen Umweg. Den wollen offenbar nicht alle auf sich nehmen. In einer Facebook-Gruppe machte sich jetzt ein Anwohner Luft und beschwerte sich über Autofahrer, die trotz Sperrung über die Straße fahren und Staub aufwirbeln.

Beobachtungen unserer Redaktion bestätigen das. Innerhalb weniger Minuten sind zwei Autofahrer über die Straße, auf denen noch kein Belag liegt, gefahren. Die Fräskanten störten sie offenbar kein Stück. Ein Autofahrer hat gewartet, bis der Baggerfahrer Platz gemacht hat und ist dann über den Fußgängerüberweg den Absperrbaken und beladenen Paletten ausgewichen. Sogar ein Radfahrer radelte gelassen an den Absperrungen vorbei.

Viele Fahrer scheinen zudem gar nicht zu wissen, dass es an dieser Stelle kein Durchkommen gibt. Trotz Warnschildern und Baken, die viele Meter vor der Baustelle auf die Vollsperrung hinweisen, landen immer wieder Autos und Roller an der Brücke – wo die meisten sich dann doch fürs Wenden entscheiden.

Abkürzung Baustelle: Autofahrer ignorieren die Sperrung der Bergkamener Straße

Trotz Schotterhaufen und Absperrung haben sich Autos einen Weg durch die Baustelle gebahnt. © Marcel Drawe

Polizei hat ein Auge auf die Baustelle

Der Polizei war das Problem lange nicht bekannt – bis jetzt. Der zuständige Bezirksbeamte hat sich die Situation vor Ort am Dienstag angesehen. „Ja, es gibt die Möglichkeit, dort durchzufahren“, sagt die Pressesprecherin der Kreispolizei Unna Vera Howanietz. Verboten ist es trotzdem. Der Beamte habe mit Arbeitern gesprochen. Sie sollen die Durchfahrmöglichkeit nun verringern und darauf achten, dass dort keiner durchfährt. Auch die Polizei hat jetzt ein Auge auf die Baustelle.

„Anwohner haben erzählt, dass die Autofahrer aussteigen und Hindernisse aus dem Weg schaffen“, sagt Howanietz. Ob die verengte Zufahrt also etwas bringt, ist fraglich. Sollten sich Autofahrer weiterhin widersetzen, werde die Polizei Kontakt mit der Stadt aufnehmen. Wen die Polizei beim Durchfahren erwischt, erwartet laut Howanietz ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro. Kommen etwa Sachbeschädigung oder Gefährdung der Arbeiter dazu, wird es teuerer.

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