Abenteuerspielplatz am Fuß des Kamener Förderturms

dzPläne für Zeche Monopol

Die Planungen für das Außengelände des Monopol-Förderturms in Kamen werden konkreter. Pünktlich zum Weltkindertag kommt eine Nachricht, die Kinder und Jugendliche freuen wird: Ein Abenteuerspielplatz ist vorgesehen.

Kamen

, 20.09.2019, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Betreten verboten – Eltern haften für ihre Kinder. Solche betriebstypischen Warnungen können auf dem ehemaligen Monopol-Zechengelände in absehbarer Zeit überflüssig werden. Ein Bereich am Fuß des Förderturms soll sogar für Kinder und Jugendliche besonders attraktiv gestaltet werden.

Noch in diesem Jahr will die Stadtverwaltung einen ersten Plan für das Außengelände vorlegen. Dabei wollen sich die Planer von Bürgervorschlägen leiten lassen, die sie beim Zechenfest beim Tag des offenen Denkmals notiert haben. Die Industriedenkmal-Stiftung und der Förderverein Monopol hatten zu dem Fest eingeladen. Auch Mitglieder des Fördervereins machten Vorschläge.

Abenteuerspielplatz am Fuß des Kamener Förderturms

Schacht Grillo 1 des ehemaligen Bergwerks Monopol in Kamen: Viel Grün und ein Abenteuerspielplatz. © Borys Sarad

Planentwurf soll bis Ende 2019 vorliegen

Gefragt wurde nach Vorschlägen für den Bereich nördlich des Förderturms und Maschinenhauses. Dort befindet sich auch die Wiese, auf der bis zum Abriss im Jahr 2016 eine Maschinenhalle stand. „Die Vorschläge gehen in Richtung Grün und Abenteuerspielplatz“, gab Dr. Uwe Liedtke am Donnerstagabend im Rathaus bekannt. Auch der „außerschulische Lernort“ sei ein Thema gewesen. Bekanntlich führen Monopol-Mitglieder Schulklassen über das Gelände, und der Vereinsimker Heinrich Behrens bringt Schülern dort sein Hobby näher. Der erste Honig „Monopol-Gold“ ist erhältlich.

Wie der Abenteuerspielplatz aussehen könnte, bleibt vorerst offen. „Die Vorschläge wollen wir einfließen lassen in einen kleinen Planentwurf, der den Ausschuss bis Ende des Jahres erreichen wird“, sagte Liedtke in der Sitzung des Planungs- und Straßenverkehrsausschusses. Karsten Diederichs-Späh (CDU) erkundigte sich, ob das Außengelände ein „Bestandteil der 100-prozentigen Förderung“ sei. „Davon gehen wir aus“, entgegnete Liedtke. „Die Fläche gehört zu dem Objekt und ist Teil des Förderantrags.“

Jetzt lesen

Blick in die Glaskugel

Damit sind jene 3,8 Millionen Euro gemeint, die die Stiftung Industriedenkmalpflege bis 30. September im zweiten Anlauf beim Land NRW beantragen will. Im ersten Anlauf hatte die Stiftung keine Zusage bekommen, und ohne Geld können die Sanierungspläne für das denkmalgeschützte Ensemble aus Förderturm und Maschinenhaus am Schacht Grillo 1 nicht in Angriff genommen werden.

„Könnte 2020 tatsächlich eine Förderung stattfinden?“, wollte Stefan Helmken (Bündnis 90/Die Grünen) wissen. „Das ist eine Frage an das Ministerium und ich habe kein Gespräch mit dem Ministerium geführt“, sagte Liedtke. Ausschussvorsitzender Friedhelm Lipinski (SPD) erwartet keine verlässlichen Prognosen. „Da würden sich viele Städte freuen.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Deutsche Bahn

Seil statt Schranke: Am Bahnübergang an der Südkamener Straße hakt‘s nicht zum ersten Mal

Hellweger Anzeiger Interessentenliste wächst

Im Rathaus klingelt das Telefon Sturm: So wird das neue Baugebiet vermarktet

Hellweger Anzeiger 15 Jahre Zittern und Bangen

Nach dem Aus für Kettler: Die schmerzhafte Chronik des Niedergangs

Hellweger Anzeiger Autobahn: Feuerwehr rückt aus

Tanklastzug mit Benzin rollt ohne Fahrer: Gefahrgut-Einsatz auf der A2

Meistgelesen