A1 bei Kamen: Autofahrer hustet Polizisten absichtlich an und ruft „Corona“

Polizei

Zu schnell und in Schlangenlinien war ein Autofahrer am Dienstagabend auf der A1 bei Kamen unterwegs. Als die Polizei ihn anhielt, hustete der Mann die Beamten absichtlich an und rief „Corona“.

Kamen

08.04.2020, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Parkplatz „Haus Reck“ an der A1 kontrollierte die Autobahnpolizei einen 31-jährigen Autofahrer aus Hemer, der die Beamten absichtlich anhustete und „Corona“ rief.

Auf dem Parkplatz „Haus Reck“ an der A1 kontrollierte die Autobahnpolizei einen 31-jährigen Autofahrer aus Hemer, der die Beamten absichtlich anhustete und „Corona“ rief. © Marcel Drawe

Eine aufmerksame Zeugin meldete laut Polizeibericht am Dienstagabend (7. April) der Polizei einen Autofahrer, dessen Fahrverhalten auffällig schien. Er fuhr vor ihr auf der A1 in Richtung Bremen mit hoher Geschwindigkeit und in Schlangenlinien.

Eine Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizei erblickte den Pkw in Höhe der Anschlussstelle Kamen-Zentrum. Der Aufforderung „Bitte folgen“ versuchte der Fahrer zunächst zu entgehen, indem er sich zurückfallen ließ. Ein weiterer Streifenwagen, der hinter dem Auto fuhr, begleitete ihn zur Kontrolle auf den Parkplatz „Haus Reck“.

Auf dem Parkplatz stieg der Fahrer direkt aus dem Fahrzeug aus und wirkte deutlich alkoholisiert. Auf dem Beifahrersitz stellten die Polizisten eine Vielzahl leerer alkoholischer Flaschen und Dosen fest.

Der 31-Jährige aus Hemer zeigte sich auf Ansprache unvermittelt aggressiv und wies sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht aus. Gegen eine Durchsuchung wehrte sich der Mann. Die Beamten legten ihm daraufhin Handfesseln an. Während des Transportes zur Wache zur Blutprobenentnahme hustete der Hemeraner die Beamten absichtlich an und unterstrich dies mit dem Ausdruck „Corona“.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Mann augenscheinlich nicht erkrankt war. Inwieweit sein Verhalten strafrechtlich zu verfolgen ist, werde geprüft, so die Polizei in ihrer Mitteilung.

Und den Beamten fiel noch ein weiteres Detail auf. Bei dem ausgehändigten Führerschein handelte es sich um eine Fälschung. Neben der Untersagung der Weiterfahrt erwarten den 31-Jährigen nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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