362 Lehrer für 4500 Kamener Schüler

dzSchulstatistik für Oktober

Zuwachs am Gymnasium und an der Hauptschule. Auch die Zahl der Lehrer steigt. Im statistischen Durchschnitt fällt ein Lehrer auf zwölf Schüler. Die Realität sieht freilich anders aus.

Kamen

, 24.10.2018, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weniger Schulanfänger an den Grundschulen, aber ein deutlicher Schülerzuwachs an Hauptschule und Gymnasium. Das sind die wesentlichen Trends, die sich aus der amtlichen Schulstatistik, die jetzt vorliegt, abzulesen ist. Verglichen werden die Schuljahre 2017/18 und 2018/19. Insgesamt werden 4478 Schüler an den Grundschulen (1441) und weiterführenden Schulen (3037) unterrichtet. Erfreulich: Die Lehrerzahl ist gestiegen von 347 auf 362.

Die Zahlen zusammengestellt hat Marion Jachmann, Gruppenleiterin im Fachbereich Schule und Sport. Es sind jene Daten, die die einzelnen Schulen an das Schulministerium in Düsseldorf melden, die dann jeweils im Oktober im Rathaus abgerufen und zu einer Gesamtschau zusammengestellt werden können. „Sie bilden die Grundlage für viele Dinge“, erläutert Jachmann. Zum Beispiel für die Schulentwicklungsplanung und die Beantragung von Landesmitteln.

Aus Landessicht gilt die Stadt Kamen dabei als unauffälliger Kandidat. Die Schullandschaft, die vor Jahren noch durch kleinere Beben erzitterte, als im Zuge sinkender Schülerzahlen die Glückaufschule in Kamen-Mitte und die Schule „In der Mark“ in Werve geschlossen und noch dazu die Josefschule als Teilstandort der Südschule zugeschlagen wurde, erscheint geordnet. Die Zahl der Schulanfänger ist leicht gesunken – von 366 auf 353.

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„Wir haben vor allem bei den weiterführenden Schulen immer mal Veränderungen, je nachdem, was bei den Eltern mehr im Trend liegt“, so Jachmann. Mehr im Trend liegt in diesem Jahr das Gymnasium, das einen Zuwachs von 850 auf 876 Schüler zu verzeichnen hat und damit den positiven Trend der vergangenen Jahre fortsetzt, nachdem durch den Wechsel auf das verkürzte Abitur (G8) ein Jahrgang wegfiel – das Turbo-Abi hatte auch nicht mehr jeden angesprochen, sodass in jetzt höheren Jahrgängen (7. und 9.) lediglich eine Dreizügigkeit vorhanden ist. Wie berichtet, hat das Gymnasium angekündigt, wieder zu G9 zurückzukehren, was weiteren Zuwachs bedeuten könnte. „So etwas kann man aber nie vorhersagen“, so Jachmann vorsichtig.

Einen Zuwachs an Schülern verzeichnet auch die Hauptschule, die nun 367 Schüler unterrichtet (Vorjahr 339). Dort sind wieder zwei Eingangsklassen gebildet worden, im Vorjahr war es nur eine. An der Fridtjof-Nansen-Realschule ist die Schülerzahl nahezu konstant geblieben. Mit 473 gibt es lediglich sechs Schüler weniger, dafür ist die Zahl der Eingangsklassen von vier auf fünf gestiegen, weil mit 86 Schülern 15 mehr aufgenommen wurden. Auch dort also ruhiges Fahrwasser. Das gilt für das Flaggschiff der Kamener Schulen, die Gesamtschule, seit ehedem. Wieder sechszügig mit 168 Schülern.

Um ein Gefühl für die Größe der Kamener Schullandschaft zu vermitteln: 4478 Schüler (Vorjahr 4456), davon 374 (Vorjahr 331) ausländisch, bilden 154 Klassen (Vorjahr 154) und werden von 362 (Vorjahr 347) Lehrkräften unterrichtet. Die Zahlen, so Jachmann, könnten jetzt aber schon wieder leicht verändert sein. „Da ist ständig Bewegung drin.“

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