Blitzer A2

172 km/h statt Tempo 80: Gleich 267 Fahrverbote in sechs Stunden

Fahrverbote für jene, die zu schnell über die A2 rasten. 267 von 298 Autofahrern waren deutlich zu schnell – und das in nur sechs Stunden. Der Spitzenreiter lag bei 172 Stundenkilometern.
Ein sogenannter „Enforcement Trailer“, auch als Tarnkappenblitzer bekannt, im Einsatz. © picture alliance / Bernd Thissen (Symbolbild)

Erschreckendes Ergebnis bei einer Tempokontrolle auf der A2. Nach dem Blitzer-Einsatz kommen auf 267 von 298 zu schnell gefahrenen Autofahrern Fahrverbote zu. Das teilte die Autobahnpolizei am Mittwoch mit. „Um schwere Verkehrsunfälle zu vermeiden“, so Autobahnpolizeileiter Manfred Blunk, „gilt auf der A2 hinter dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest in Richtung Oberhausen Tempo 80.“ Die in Kamen an der Unnaer Straße beheimatete Autobahnpolizei hat deswegen eine Messstelle in Höhe von Castrop-Rauxel eingerichtet und blitzte.

Manfred Blunk, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Autobahnpolizeiwache, kündigte weitere Tempomessungen auf den hiesigen Autobahnen an.
Manfred Blunk, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Autobahnpolizeiwache, kündigte weitere Tempomessungen auf den hiesigen Autobahnen an. © Stefan Milk © Stefan Milk

Zu hohes Tempo als „Killer Nummer Eins“

Das für die Polizei und manchen Autofahrer ernüchternde Ergebnis der bereits Anfang Juli angekündigten Aktion: 298 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell – in 267 Fällen waren sie so schnell, dass nun Fahrverbote folgen. Ein Pkw-Fahrer fuhr 172 statt der erlaubten 80 km/h. Gemessen worden war am 22. Juli zwischen 14 und 20 Uhr. Insgesamt 12.232 Fahrzeuge waren an der Messstelle vorbeigefahren. „Zu hohe Geschwindigkeit führt nicht nur zu Blechschäden oder Verletzten, sondern ist der Killer Nummer Eins“, so Manfred Blunk. Weitere schwere Verkehrsunfälle in diesem Bereich der A2 müssten über eine geringere Geschwindigkeit verhindert werden.

Polizei will Blitz-Aktion fortsetzen

Der dringende Appell der Kamener Autobahnpolizisten an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer: „Bitte halten Sie sich an Tempo 80 – so schützen Sie sich selbst und andere vor den weitreichenden Folgen eines schweren Verkehrsunfalls“, sagt der Erste Polizeihauptkommissar. Im Verlauf der A2 in Richtung Oberhausen gebe es eine Linkskurve, die mit zu hoher Geschwindigkeit in einem Zusammenhang mit Unfällen stünde. Die Autobahnpolizei will die Messungen in dem Tempo-80-Bereich fortsetzen, wie Blunk ankündigte: „Wir hoffen, dass die nächsten Mess-Ergebnisse im Sinne der Sicherheit besser ausfallen.“

Messungen auch schon zuvor mit vielen Temposündern

Die Autobahnpolizei hatte schon zuvor in dem Bereich gemessen. An 15 Mess-Tagen zählte die Radaranlage binnen zwei Monaten insgesamt 72.000 Fahrzeuge, von denen 2700 zu schnell waren – der Spitzenreiter lag dort bei 174 km/h. Auf sie kommt ebenso ein Buß- und Verwarngeld zu. In 536 Fällen droht zusätzlich ein Fahrverbot. „Das Tempo entscheidet darüber, ob es bei einem Unfall bei einem Blechschaden bleibt und ob Insassen leicht oder schwer verletzt oder sogar getötet werden“, sagte Blunk anschließend.

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