15 Jahre Bürgermeister, 31 Jahre im Rat – Friedrich Brandt stirbt im Alter von 92 Jahren

dzNachruf

Friedrich Brandt war Bürgermeister von Rottum, bevor der Ort in die Stadt Kamen eingemeindet wurde. Danach war er in der Kommunalpolitik aktiv. Brandt starb am 1. Juni mit 92 Jahren.

Kamen

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

15 Jahre lang war Friedrich Brandt das Oberhaupt der kleinen Gemeinde Rottum. Er führte die rund 100 Bewohner des Ortes an und übernahm auch Verantwortung für seinen Ortsteil, als sie Teil der Neuen Stadt Kamen werden sollte. Die Gemeinde gehörte bis zur kommunalen Gebietsreform dem Amt Pelkum an. Als die kommunale Neuordnung näher rückte, war für Brandt und seine Rat schnell klar, dass sie zu Kamen gehören wollen. Zwar habe auch Nordbögge um die Gemeinde geworben – doch die alten Trampelpfade von Rottum hätten schon immer nach Kamen geführt, wusste Friedrich Brandt rückblickend stets zu erzählen.

Gemeinwohl stand immer an erster Stelle – ob in Rottum oder Kamen

Im Jahr 1968 war es so weit: Rottum wurde zum Teil der Stadt Kamen. Für Friedrich Brandt endete sein kommunalpolitischer Einsatz an dieser Stelle jedoch nicht – ganz im Gegenteil. Nach seiner Zeit als Rottums Bürgermeister von November 1952 bis Dezember 1967 engagierte sich Brandt bis 1999 im Rat der Stadt Kamen. Er wurde Mitglied in vielen Ausschüssen des Rates und in kommunalen Gesellschaften. Zudem setzte sich Brandt bis Mai 1975 als Ortsvorsteher weiterhin besonders für Rottum ein – das Gemeinwohl lag ihm immer am Herzen.

Sein Einsatz für die Gemeinschaft wurde belohnt. Für sein kommunalpolitisches Engagement erhielt er im Dezember 1993 das Bundesverdienstkreuz. Zudem war Brandt Träger der „Dr. Johann Christian Eberle-Medaille“, die er für seine Verdienste im Verwaltungsrat der Sparkasse Kamen erhielt.

Friedrich Brandt war immer im Einsatz für die Bürger

Mehr als 73 Jahre lang engagierte sich Friedrich Brandt für das Gemeinwohl der Bürger. Besonders zeichneten Brandt seine westfälische Bodenständigkeit und sein Wissen um zahlreiche kommunalpolitische Themen aus – so beschreiben es seine CDU-Parteigenossen. Friedrich Brandt verstarb am 1. Juni im Alter von 92 Jahren. Nicht nur seine Familie und Freunde, sondern auch die Stadt Kamen und die CDU, der Brandt am 1. Januar 1967 beitrat, trauern. Sie erinnern sich an einen Menschen, der das kommunalpolitische Leben und Handeln in der Stadt Kamen mitgestaltete, wie Bürgermeisterin Elke Kappen in ihrem Nachruf schreibt.

Weggefährten trauern um Friedrich Brandt

Politisch sei Brandt insbesondere immer auch Mittler für die Belange der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Umweltpflege, gewesen, schreiben die CDU-Kamen und die CDU-Fraktion. Die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse habe er immer nachdenklich und abwägend begleitet. „Die CDU Kamen verliert mit Friedrich Brandt ein hoch geschätztes Mitglied. Die CDU wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

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