Über 100 Bürgervorschläge gegen den Verkehrslärm eingegangen

dzStraßenverkehr

Die Stadt Kamen arbeitet derzeit an dem dritten Lärmaktionsplan. Über 100 Bürger brachten persönlich oder online Anregungen ein. Doch was passiert jetzt eigentlich mit ihren Ideen?

Kamen

, 05.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor allem Anwohner der Lindenallee waren stark vertreten, als es darum ging, Wünsche und Anregungen zum Thema Verkehrslärm in Kamen loszuwerden. Die Stadt hatte eine Lärm-Sprechstunde angeboten. Außerdem konnten die Kamener bis zum 20. Februar ihre Anmerkungen während der Rathausöffnungszeiten persönlich oder via Internetportal loswerden. Die Frist ist nun abgelaufen und manch einer fragt sich vielleicht, was nun mit seiner Anregung passiert.

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„Alle Anregung und Hinweise erreichen den Rat“, erklärt der Erste Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke. Die Ergebnisse aus der Bürgersprechstunde, zu der 20 Menschen gekommen waren, und die rund 100 Anregungen, die die Verwaltung über das Internetportal erreichten, werden zunächst ausgewertet. Sie werden laut Liedtke alle einzeln überprüft und bewertet. Einige Anregungen werden im Entwurf für den Lärmaktionsplan eingearbeitet, den der Rat beschließt. „Es können aber nicht alle Vorschläge berücksichtigt werden“, sagt Liedtke.

Doch auch Anregungen, die im Aktionsplan berücksichtigt werden, sind damit noch nicht für die Umsetzung abgesegnet. Denn auch die Landesbehörden haben ein Wörtchen mitzureden. Mit ihnen verhandelt die Stadt, sobald der Aktionsplan vom Rat abgesegnet worden ist.

Jeder Bürger mit einer Idee bekommt eine Antwort von der Stadt

Doch egal, wie mit den Bürgeranregungen konkret verfahren wird: Auch jene, die nicht berücksichtigt werden können, werden im Lärmaktionsplan aufgelistet, sodass alle Mitglieder im Rat sehen können, was die Bürger vorgeschlagen haben und was bzw. was nicht aus den Anregungen geworden ist. Außerdem bekommen laut Liedtke alle Bürger eine Antwort.

Bis die finale Fassung des Lärmaktionsplans vorliegt, könnte es allerdings noch dauern. Denn bevor die Stadt das Werk ausarbeitet, will sie auf das Lkw-Lenkungskonzept warten, das sie jüngst in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse daraus sollen eingearbeitet werden.

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Das Lenkungskonzept wird alle Straßen in Kamen berücksichtigen. Es wird zum Beispiel untersucht, was passieren würde, wenn die Werver Mark ein Nachtfahrverbot für Lkw bekommt, wie sich Anwohner gewünscht hatten. So will die Stadt verhindern, dass Maßnahmen getroffen werden, die an anderer Stelle zu Problemen führen.

Die Ausarbeitung eines solchen Konzept bedeutet viel Arbeit. Es könne sein, dass der neue Lärmaktionsplan erst Anfang 2021 vorliegt, erklärte Liedtke kürzlich. Der Entwurf ist unter www.o-sp.de/kamen online einzusehen.

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