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Zwei Klassen sind mittlerweile wieder ins PGS-Hauptgebäude gezogen

dzOGS-Neubau biegt auf Zielgerade ein

Knapp ein halbes Jahr nach Baustart ist der Anbau der Paul-Gerhardt-Schule mittlerweile bezogen. Zudem nähert sich der OGS-Neubau der Fertigstellung.

Holzwickede

, 11.01.2019 / Lesedauer: 4 min

In der ersten Hälfte des laufenden Schuljahres hat der Unterricht für die Schüler von Stefanie Netthöfel jeden Morgen mit einem Spaziergang begonnnen. Zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn sammelten sich die Kinder der Klasse 3b am Hauptgebäude, um dann gemeinsam die Schwerter Straße zu überqueren und in einem ausgebauten Raum der alten Feuerwache unterrichtet zu werden.

Seit Ende November ist die 3b aber aus dem Exil zurück – und lässt in der Feuerwache nun noch eine Gruppe der Kita „Schatzkiste“ zurück, die unweit des Hauptgebäudes ebenfalls temporär an der Schwerter Straße untergebracht ist, bis der geplante Kita-Neubau der Evangelischen Kirche voraussichtlich im Frühjahr 2020 bezugsfertig ist. „Unsere Kinder haben dann auch ihre Pausen dort verbracht und dafür auch das Gelände der Kita nutzen dürfen. Noch einmal eine Rückkehr in den Sandkasten“, sagt PGS-Leiter Magnus Krämer. So hat man das Queren der Schwerter Straße auf ein Minimum reduziert. Als die „Feuerwehrklasse“ die ehemalige Wache verlassen musste, kam laut Krämer bei den Kindern fast schon Wehmut auf. „Zum Trost gab es für die Klasse ein Lego-Feuerwehrauto.“

Zwei Klassen sind mittlerweile wieder ins PGS-Hauptgebäude gezogen

Die beiden neuen Räume befinden sich im Anbau links vom Haupteingang. © Greis

Den Anbau der PGS links neben dem Haupteingang erkennt man beim Betreten des Schulgeländes eigentlich nur am frischen Putz. Wer frontal vor der PGS steht, könnte wegen der schmalen Fensterschlitze meinen, die Räume bekommen zu wenig Licht ab. Die Fenster befinden sich jedoch an den Seiten des Anbaus. Zudem werden die beiden Klassenräume durch eine intelligente Lichtsteuerung erhellt, die sich automatisch an die Verhältnisse anpasst. Auch alle nötigen Netzwerkanschlüsse wurden berücksichtigt, um auf den digitalen Wandel auch im Grundschulbereich vorbereitet zu sein.

Die beiden Räume orientieren sich in ihrer Größe den vorhandenen Räumlichkeiten, weisen aber einen wesentlichen Unterschied auf, der bestenfalls nicht auffällt: „Die Räume sind dank einer Akustikdecke viel leiser“, sagt Krämer. Das sei ein Wunsch gewesen, der von der Gemeinde auch erfüllt wurde. An diesem Mittwoch braucht es die spezielle Decke aber nicht: Seelenruhig sitzt die Klasse 4a von Lehrerin Edith Konertz im Klassenraum. Einige Kinder malen, andere basteln – eine Freiarbeitsstunde Kunst steht im Stundenplan. Die 4a war zuletzt in einem Container-Klassenzimmer unterhalb der PGS untergebracht. Ein weiterer Container beheimatet hier noch die Klasse 3a. Die wird ins Hauptgebäude und dann in den Bereich der aktuellen OGS-Betreuung ziehen, wenn der Neubau neben dem Schulgebäude fertig ist.

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„Ende Februar, vielleicht Anfang März“, hofft Magnus Krämer auf eine baldige Nutzung. Die Erwartungen dämpfen Uwe Nettlenbusch, Leiter Technische Dienste, und Matthias Aufermann, Fachbereichsleiter Schule, Sport, Kultur. Beide gehen auf Nachfrage von einer Eröffnung Ende März, Anfang April aus. „Aufgrund der Witterung kann gerade nicht verputzt werden“, sagt Aufermann. Auch ist die Heizung zwar installiert, muss aber noch angeschlossen werden. Im Innenbereich kann indes gearbeitet werden, sind die Fußböden für die Beläge vorbereitet, Fenster sind eingesetzt. „Die Möbel sind ebenfalls bestellt“, weiß Magnus Krämer.

Zwei Klassen sind mittlerweile wieder ins PGS-Hauptgebäude gezogen

Das neue Gebäude zur Ganztagsbetreuung soll im Frühjahr bezugsfertig sein. © Greis

95 Kinder sind für das kommende Schuljahr 2019/20 für die Ganztagsbetreuung bis 16.30 Uhr, 25 weitere für eine Betreuung bis 13.30 Uhr angemeldet. Ein Großteil der Gesamtkosten über rund 1,2 Millionen Euro für An- und Neubau wird über das Kommunales Schulinvestitionsprogramm (KoSchIP), das sich aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ weiterentwickelt hat, gestemmt. Das brachte der Gemeinde Fördergelder von knapp 800.000 Euro ein, die nun aufgebraucht sind.

Eingestellt in den aktuellen Haushalt der Gemeinde sind zudem 150.000 Euro für die Dudenrothschule. Damit sollen die Planungskosten für eine OGS-Erweiterung gedeckt werden. Im vergangenen Schuljahr wurden an der Dudenrothschule 114 Schülerinnen und Schüler im Offenen Ganztag betreut, weitere 35 Kinder von 8 bis 13 Uhr. Es braucht Platz und dafür muss der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes seinen Pavillon neben der Schule räumen. Rausgeworfen wird das DRK aber nicht. Mehr als geplant wird eine OGS-Erweiterung an der Dudenrothschule in 2019 nicht. Für das DRK könnte dennoch schon eine Alternative stehen: die alte Feuerwache in Hengsen. Steht die neue Kindertagesstätte 2020 in Opherdicke, ziehen dort die Kinder der Kita „Schatzkiste“ ein – inklusive der einen Gruppe, die derzeit noch in der Wache untergebracht ist.

„Wir haben mit dem DRK bereits einen Ortstermin durchgeführt. Das Gebäude müsste nochmals überplant werden, aber grundsätzlich hält das DRK den Standort für tauglich“, sagt Uwe Nettlenbusch und fügt an: „Das ist ein Kreislauf, der da in Bewegung kommt.“ Das setzt sich auch südlich der PGS fort. Die Schulcontainer, die hier noch stehen, werden im Laufe des ersten Halbjahres verschwinden. Noch gehört der Gemeinde das zugehörige Grundstück, aber es wird dann zum Verkauf stehen – als letzte verbliebene Fläche von insgesamt elf im Baugebiet „Auf der Bredde“. „Es ist ein relativ großes Baugrundstück und wir wissen bereits, um erste Interessenten. Die sind aber entsprechend informiert, dass erst die Container verschwinden müssen“, sagt Nettlenbusch.

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