Zu den Plänen gibt es weiterhin offene Fragen

dzKindergarten-Neubau im Emscherpark

Die Beteiligten sind sich einig: Die Kita in der Gemeindemitte soll so schnell wie möglich gebaut werden. Es besteht laut Bürgermeisterin aber weiterhin Abstimmungsbedarf. Planerische Detailfragen müssen auch noch geklärt werden.

Holzwickede

, 25.07.2018, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fläche im Emscherpark, auf der nach dem Ratsbeschluss vom Juli eine Kindertageseinrichtung gebaut werden soll, war wieder einmal Thema eines Treffens. Am Mittwochmorgen kamen die Beteiligten erneut zusammen. Acht Tage waren seit dem ersten Zusammentreffen vergangen. Zu den Beteiligten zählen neben der Gemeindeverwaltung, das Kreisjugendamt, die Awo, der Bauträger und die Kindergartenleitung. Bürgermeisterin Ulrike Drossel übernahm am Ende die Pressearbeit. „Die Beteiligten haben sich abgestimmt, dass noch keine Details herausgegeben werden“, so Drossel im Gespräch mit der Redaktion. Zuvor hatte sie einige kurze Sätze per Mail an die Redaktion geschickt, dort schrieb sie: „In dem Gespräch wurde deutlich, dass weiterer Abstimmungsbedarf besteht und planerische Detailfragen zu klären sind. Nach erfolgten Abstimmungsergebnissen lasse ich Ihnen weitere Infos zukommen.“ Die Vermessungsarbeiten, erklärte sie auf Nachfrage, seien noch nicht durchgeführt worden. Der Vermesser müsse sich noch „an die Arbeit machen“. Wie berichtet geht es darum, das bereits vom Architekten geplante zweigeschossige Gebäude in das laut Bebauungsplan festgeschriebene Baufeld einzupassen. Und das soll, so hatte der Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch erklärt, mit Rücksicht auf die vorhandenen Bäume geschehen. „Es ist auch ein Zeitplan in Arbeit“, so die Bürgermeisterin. Und: Der Kindergarten solle „so schnell als möglich“ gebaut werden.

Stellungnahme des BBL

Während sich die Beteiligten nun mit der neuen Fläche beschäftigen, melden sich der Holzwickeder Bürgerblock und auch die Grünen mit Stellungnahmen zu Wort. So erklärte der Fraktionsvorsitzende des BBL, Michael Laux, dass seine Partei über die Entscheidung „enttäuscht“ sei. „Der BBL bedauere die „Versiegelung einer Natur- und Grünfläche im Herzen der Gemeinde.“ Warum die Grünen dem Vorhaben zugestimmt hätten, „haben sie bisher noch nicht erklären können“. Nach Auffassung des BBL gehe die Gemeinde mit der Natur sehr nachlässig um, nennt Laux als Beispiel die Bebauung des Geländes der ehemaligen Emscherkaserne. „Wir dürfen nun gespannt sein auf die Anträge zur Entsiegelung von Flächen auf dem Platz von Louviers“, spricht Laux diese Forderung der Grünen an. „Diese Diskussion hat Politik und Verwaltung viel Glaubwürdigkeit gekostet, die vielbeschriebene ‚Kinderfreundlichkeit‘ der Gemeinde Holzwickede hat gelitten. Ob dieser Schaden durch das Siegel ‚kinderfreundliche Kommune‘ zu reparieren ist, wird man dann sehen“, gab er bereits sein Urteil zum aktuellen Antrag der SPD ab.

Die Meinung der Grünen

Der Fraktionsvorsitzender der Grünen, Friedhelm Klemp, äußerte sich erneut und erinnert daran, dass seine Fraktion im Planungs- und Bauausschuss und im Rat vorgeschlagen habe, den SPD Antrag zu modifizieren. So solle nicht nur die ehemalige Kita-Fläche auf dem Festplatz entsiegelt, sondern auch „die hässlich geteerte Fläche zwischen Festplatz und Park“ miteinbezogen werden. „Hier könnte teilweise das Gebäude entstehen und die Freiflächen sollten zum Park ausgerichtet werden. Die Fläche ist im Bebauungsplan als Verkehrsfläche ausgewiesen und wird nicht mehr benötigt. Weiter möchten wir durch Baumreihen die Allee von der Opherdicker Straße verlängern. Diese Vorschläge wurden öffentlich von der SPD im Rat als unterstützungswert dargestellt“, so Klemp.

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