Bürgerblock fordert klares Konzept für Fußgänger und Radfahrer

dzWohnpark Emscherquelle

Wie der Wohnpark Emscherquelle entwickelt wird, missfällt den drei kleinen Holzwickeder Fraktionen. Tun können sie dagegen wenig. Der BBL fordert nun klare Pläne für Verkehrswege rund ums Wohngebiet.

Holzwickede

, 08.07.2019, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Woche wird über den Bebauungsplan für den Wohnpark Emscherquelle abgestimmt. Trotz kritischer Stimmen wird der wohl durchgewunken, der Investor kann dann seine Bauanträge stellen. „Bislang wurden alle Entscheidungen zum Wohnpark nach dem Motto Augen zu und durch von den zwei großen Fraktionen mit wenig Stimmüberhang durchgewunken“, sagt BBL-Ratsherr Wilfried Brinkmann.

Die Stimmen von CDU und SPD werden wohl auch am Dienstag im Planungs- und Bauausschuss, dem Brinkmann vorsitzt, für eine entsprechende Empfehlung an den Rat reichen. Der tagt wiederum am Donnerstag.

Brinkmann macht deutlich, dass seine Fraktion nicht mit den aktuellen Plänen einverstanden ist. Die Zufahrtslösung mit Ein- und Ausfahrten über die Sölder Straße kritisiert er ebenso als unzureichend wie den Umstand, dass im Laufe der Planungen die öffentlichen Grünflächen immer kleiner wurden.

„Der geplante Kindergarten wird größer. Da fallen Grünflächen weg. Das wird nicht die letzte Einschränkung sein. Da muss man nur auf die Neue Caroline schauen. Da sollte die Emscher durchfließen, dann wurde es zu teuer und das Thema war vom Tisch“, sagt Brinkmann.

Wenn der B-Plan rechtskräftig ist, habe die Gemeinde keine Einflussmöglichkeiten mehr und man sei außen vor. „Der Investor hat völlig freie Hand. Man macht es ihm zu einfach“, so Brinkmann.

Als 2012 die ersten Vorlagen zum Baugebiet von SPD und CDU öffentlich wurden, sei ein Bürgerbegehren von BBL, Grünen und FDP damals der Versuch gewesen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ein Bürgerentscheid scheiterte aber an den nötigen Stimmen.

Dass die drei kleinen Fraktionen in der Gemeinde am B-Plan in seiner jetzigen Form nicht mehr rütteln können, damit hat sich Brinkmann abgefunden. Weil die Wilma angedachte Maßnahmen wie einen Kreisel an der Sölder Straße/Breiter Weg nicht mehr umsetzen muss, wie einst angedacht, müsse man den Investor an anderer Stelle in die Pflicht nehmen.

Brinkmann denkt an Fußgänger und Radfahrer, die künftig eine Alternative zur Sölder Straße bräuchten.

Lösung für Fußgänger und Radfahrer gesucht

„Da muss was passieren, weil allein die Radwegeführung nicht passt. Wir haben über 100 Schüler aus Sölde hier. Selbst wenn ein Bruchteil das Rad nutzt, muss das gelöst werden. Und wir haben noch gar keine Pläne dafür“, mahnt Brinkmann.

Er hat eine Lösung im Sinn, die vor Jahren bereits ein Thema war: Eine Verbindung zwischen Breiter Weg und Hauptstraße südlich des Perthes-Hauses. Hier müsste der Energieversorger RWE mitspielen, dem dort Grundstücke gehören. Eine entsprechende Anfrage, inwieweit ein Weg denkbar wäre, habe die Verwaltung bereits erreicht. Der BBL erwartet hierauf eine Antwort.

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