„Wir müssen dokumentieren, was funktioniert und was nicht“

dzTestbus durch den Eco Port

Die Testbuslinie zwischen Bahnhof und Flughafen durch den Eco Port birgt Verbesserungspotenzial. Fehler müssen dokumentiert werden. Nur: Wer kümmert sich darum?

Holzwickede

, 04.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Dezember tagte der Aufsichtsrat der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna und hatte auch die Testbuslinie in Holzwickede zum Thema. Mit Blick auf die Auslastung mahnte Frank Lausmann (CDU) in der letzten Gemeinderatssitzung im Dezember: „Wenn sich das nicht bessert, dann ist nicht mit einem Betrieb zu rechnen.“ Lausmann sitzt im VKU-Aufsichtsrat und ist zudem Vorsitzender des Holzwickeder Verkehrsausschusses.

Durchschnittlich elf bis 20 Nutzer führte die VKU an. Der Erste Beigeordnete Bernd Kasischke sprach im Dezember hingegen von 27 Nutzern an einem durchschnittlichen Tag. Wirtschaftsförderer Stefan Thiel stützt diese Zahl. 27 Nutzer habe ein Mitarbeiter der Gemeinde in einer Stichprobe gezählt. Verschiedene Angaben über Fahrgäste, dazu die Info: Rund 60 von 100 Tickets wurden an Unternehmen im Eco Port für Mitarbeiter abgegeben. Mehr weiß man nach zwei Monaten anscheinend noch nicht.

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Ob und wie der Testbus eigentlich läuft – das scheint keiner so recht auf dem Schirm zu haben. Die VKU als zuständiger Verkehrsbetrieb für den Kreis Unna verweist auf DSW21. Die Dortmunder Stadtwerke stellen schließlich den Bus. Der fungiert morgens und abends als Testbus, fährt dazwischen aber als gewohnter Airport Shuttle. DSW21 wiederum verweist auf den Flughafen. Der betreibt die Linie über ein Busunternehmen eigenhändig in Absprache mit DSW21. Auf Anfrage heißt es dort, dass man mit dem zuständigen Busunternehmen im Austausch stehe. Werden Probleme publik, so werde man das prüfen. Dass beispielsweise Haltestellen nicht angefahren werden, solle nicht sein.

Hier hat Wirtschaftsförderer Stefan Thiel die Theorie, dass Fahrer die Eco-Port-Haltestellen auslassen, wenn am Bahnhof niemand mit einem Testbus-Ticket einsteigt. „Es ist natürlich problematisch, wenn Arbeitnehmer den Bus nutzen und es dann zu Unregelmäßigkeiten kommt“, sagt Thiel. Zwar könne man nicht allen Fahrgästen gerecht werden, aber eine ungünstige Taktung sei beispielsweise nichts, was man nicht anpassen könne. „Mitte Januar gibt es ein nächstes Treffen mit allen Beteiligten“, kündigt Wirtschaftsförderer Stefan Thiel an.

Frank Lausmann betont die Wichtigkeit des Testbetriebes. „Dass nicht alles von jetzt auf gleich funktioniert, ist normal. Aber wir wollen diese Linie. Es kann nicht sein, dass der Eco Port nicht an den ÖPNV angebunden ist. Wir müssen dokumentieren, was funktioniert und was nicht“, sagt Lausmann. Wenn ein Bus nicht hält, dann dürfe das nicht sein. „Wir müssen die Erfahrungen der Nutzer wichtignehmen“, so Lausmann. Nach der Testphase erwarte er, dass der Verkehrsausschuss detailliert über positive und negative Aspekte unterrichtet wird. „Wir müssen wissen, was verbessert werden muss. Es darf hinterher nicht heißen: Ach, das lohnt nicht. Schaffen wir ab.“

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