Licht aus: Wichtiger Fuß- und Radweg liegt seit Monaten im Dunkeln

dzHolzwickeder Gartenstraße

Ob mit dem Rad zur Arbeit oder beim Spaziergang mit Hund: Unbeleuchtete Wege werden in der dunklen Jahreszeit schnell zum Sicherheitsrisiko. Ein Zustand, der in der Gartenstraße seit Monaten währt.

Holzwickede

, 17.11.2020, 14:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gartenstraße verbindet als Fuß- und Radweg die Rausinger Straße mit der Ecke Vincke- sowie Hohenleuchtestraße und ist Teil des Emscherwegs. Zum Teilstück gehört auch eine Unterführung unter den Bahnlinien. Gelten solche Unterführungen beleuchtet vielen Menschen nicht gerade als vertrauenserweckend, so potenziert sich die Unsicherheit, wenn das Licht vor Ort ausgeht.

Nun herrscht hier aktuell Totalausfall, wie die Holzwickederin Angela König beschreibt: „In der Unterführung selbst ist das Licht ausgefallen. Vor und hinter der Unterführung steht je eine Laterne. Eine ist schon seit August vergangenen Jahres defekt. Die andere ist nun auch ausgefallen“, sagt König.

Seit Monaten Licht aus in der Gartenstraße

Die Zustände vor Ort habe man in der Vergangenheit auch schon gegenüber diversen Parteivertretern erwähnt, auch an die Gemeinde hat sich Angela König gewandt. „Seit über einem Jahr, vielen Beschwerden an die Bahn und die Gemeinde hat sich nichts getan“, so König.

Wo kein Leuchtmittel, da kein Licht: Die niedrige Unterführung macht es Vandalen einfach, sich hier auszutoben. Die Bahn hat nun zugesichert, dass eine künftige Lösung vor Vandalismus geschützt werden soll.

Wo kein Leuchtmittel, da kein Licht: Die niedrige Unterführung macht es Vandalen einfach, sich hier auszutoben. Die Bahn hat nun zugesichert, dass eine künftige Lösung vor Vandalismus geschützt werden soll. © Czichowski

Die Holzwickederin will niemanden an den Pranger stellen, ist sich auch der wechselnden Zuständigkeiten bewusst: So liegt die Beleuchtung im Tunnel selbst in Verantwortung der Bahn. Die beiden Straßenlaternen hingegen bei der Gemeinde beziehungsweise beim zuständigen Versorger Westnetz, wie Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch bestätigt.

Deutsche Bahn verspricht Besserung

Er macht denn auch Hoffnung auf baldige Besserung: „In der Vorwoche hatten wir einen Termin vor Ort mit einem Vertreter der Bahn. Der war grundsätzlich einigermaßen überrascht“, so Nettlenbusch. So eine niedrige Unterführung sei mittlerweile nicht mehr oft zu finden. „Die Beleuchtung soll jetzt schnell ertüchtigt werden. Und einige andere Dinge auch“, sagt der Bauamtsleiter.

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„Schön wäre es, wenn bestehende Wege sicher wären und man ohne Sorge auch in der dunklen Jahreszeit per Rad zur Arbeitsstätte käme.“
Anwohnerin Angela König

Unter „andere Dinge“ fallen dann etwa offen sichtbare Kabel. Weil die Unterführung so niedrig ist, seien Leuchten hier zudem anfällig für Vandalismus. Umstände, die auch die Bahn erkannt habe und nun ausbessern wolle. Im Falle der ausgefallenen Laternen sei wiederum die Westnetz informiert, hier wieder für Licht zu sorgen.

Einen Zeitpunkt für Reparaturen kann der Gemeindevertreter aber nicht nennen – das liegt bei Bahn und Westnetz. Angela König, deren Mann bei Wiederholt arbeitet und wie viele andere Beschäftigte den Weg per Rad zur Arbeit nutzt, wünscht sich, dass nun endlich was passiert: „Alle reden davon, dass der Verkehr in Holzwickede überhand nimmt und Radwege gebaut werden sollen. Schön wäre es, wenn bestehende Wege sicher wären und man ohne Sorge auch in der dunklen Jahreszeit per Rad zur Arbeitsstätte käme.“

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